VonMagdalena Höcherlschließen
Gute Neuigkeiten: Ab Januar soll es im Landratsamt Freising eine feste Stelle für Pflegeberatung geben. Doch beim Gesundheitsforum wurden noch weitere Fortschritte in der „Gesundheitsregion Plus“ bekannt.
Freising – Passgenaue Lösungen für den Landkreis zu finden, ist laut Landrat Josef Hauner das Ziel des Projekts „Gesundheitsregion Plus“. Beim dritten Gesundheitsforum stellte Geschäftsführerin Susanne Bauer im Landratsamt nun die Fortschritte der Arbeitsgruppen vor. Bauer freute sich über die fast fertige Homepage, die vierte Arbeitsgruppe und eine der wohl größten Errungenschaften des Gesundheitsforums.
Die erläuterte Dr. Anneliese Lengl, Leiterin der Arbeitsgruppe „Gesundheitsversorgung“, den Verantwortlichen aus verschiedenen Einrichtungen des Gesundheitssektors – darunter Vertreter von Arbeiterwohlfahrt, Lebenshilfe Freising, Krankenkassen, Selbsthilfezentrum München, Seniorenbeirat, Ärzte und Psychotherapeuten. Die Stelle für eine unabhängige Pflegeberatung im Landratsamt sei zwar bereits seit längerem bewilligt, bislang jedoch nicht besetzt worden. Nun steht dafür ein konkretes Datum fest. Lengl: „Ab dem 1. Januar soll es laut aktuellem Stand einen Ansprechpartner für die Pflegeberatung geben.“
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Die Integrationsbeauftragte des Landratsamts, Nathalie von Pressentin, stellte die neu gegründete Gruppe „Gesundheit und Integration“ vor. „Wir erarbeiten derzeit einen Überblic
k an Informationsmaterial und Ansprechpartnern für Migranten.“ Das soll niederschwellig und über Multiplikatoren geschehen – angelehnt an das deutschlandweite Gesundheitsprojekt „MiMi: Mit Migranten für Migranten“. Michael Schwaiger, Geschäftsführer der Lebenshilfe, plädierte dafür, auch dem Thema Inklusion mehr Raum im Gesundheitsforum einzuräumen.
Dr. Lorenz Weigl, Chef des Gesundheitsamts, widmet sich mit der Arbeitsgruppe „Gesundheitsförderung und Prävention“ dem Thema „Familiengesundheit in schweren Familiensituationen und Netzwerk zur Betreuung Angehöriger“. Dafür erarbeitet das Team eine Informationsplattform, die sämtliche Hilfsangebote bündelt. Als zweites Projekt möchte die Arbeitsgruppe die Hebammenversorgung im Kreis verbessern. Mithilfe des Förderprogramms Geburtshilfe vom Gesundheitsministerium könnten Hebammen laut Weigl möglicherweise bald Zusatzsprechstunden anbieten.
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Die Gruppe „Demografie“ unter Leitung von Dr. Heino Pause erfasst Beratungsstellen für ältere Menschen im Landkreis, die später ebenfalls auf einer Infoplattform gesammelt werden sollen. Enttäuscht zeigte sich Pause über die geringe Resonanz auf die Aktionstage „Seniorengesundheit“, die im März in Moosburg und Freising stattgefunden hatten. In Zukunft wolle man noch stärker daran arbeiten, die Bürger besser zu erreichen.
Abschließend stellte Geschäftsführerin Bauer die erste Gesundheitsberichterstattung des Landkreises vor. Damit lassen sich künftig auf Basis der Regionaldaten aus dem Gesundheitsatlas Bayern unter Gesichtspunkten wie Krankenhausfälle, Pflegebedürftige oder Einwohner je Arzt die gesundheitliche Lage sowie die Versorgung in der Region beschreiben und so der Handlungsbedarf aufzeigen. mh
Gut zu wissen
Weitere Informationen zur „Gesundheitsregion Plus“ gibt es im Internet unter www.gesundheitsregion.kreis-freising.de.

