VonIngrid Zeilingerschließen
Die SPD hat ihre Kandidaten für die Kommunalwahl 2020 gewählt. Eine Überraschung: Ulrich Schmetz, der eigentlich aufhören wollte, hat es sich noch einmal anders überlegt. Er steht auf der roten Liste – wenn auch auf einem hinteren Platz.
Fürstenfeldbruck – Bei den Sozialdemokraten gab es keine Streits und keine Kampfabstimmungen um die besten Plätze. „Der Listenvorschlag hat so, wie der Vorstand ihn vorgelegt hat, bei den Mitgliedern Zustimmung gefunden“, berichtet Fraktionschef und Spitzenkandidat Philipp Heimerl nach der Abstimmung. Man habe eine ganz gute Liste zusammengestellt. „Es ist eine gute Mischung aus erfahrenen Stadträten und vielen Jungen, die sich einbringen möchten.“
Viele Jusos auf der Stadtratsliste
Aus der amtierenden Stadtratsfraktion sind Claudia Calabro und Gaby Fröhlich nicht mehr dabei. Neben Heimerl stehen auch Mirko Pötzsch und Walter Schwarz auf vorderen Plätzen. Und auch Ulrich Schmetz, der eigentlich nach 40 Jahren an einen Abschied aus der Kommunalpolitik nachgedacht hatte, ist doch wieder auf die Liste gegangen. „Er hat sich nach langen Unterredungen bereit erklärt, uns nochmal zu unterstützen“, sagt Heimerl. „Das freut uns sehr.“ Schmetz kandidiert zwar auf dem hinteren Platz 35. Doch aufgrund des bayerischen Wahlsystems ist trotzdem der Einzug in den 40 Sitze umfassenden Stadtrat nicht ausgeschlossen.
Hier finden Sie alle Informationen zur Kommunalwahl 2020 im Überblick
Die SPD-Liste ist ausgewogen und immer abwechselnd mit einen Mann und einer Frau besetzt. Sie sei jünger und weiblicher geworden, so Heimerl. Fünf der ersten zehn Plätze sind mit Jusos besetzt. Die erste folgt mit Tina Jäger gleich hinter Heimerl auf Platz zwei. „Ein prominentes neues Gesicht“, sagt der Fraktionsvorsitzende.
Die SPD will auch grüne Themen angehen
Das Ziel für die Kommunalwahl am 15. März 2020, bei der die Brucker nur über die neue Zusammensetzung im Stadtrat, nicht aber über einen neuen Oberbürgermeister entscheiden: „Wir wollen mindestens die sechs Sitze halten und am besten wieder mehr werden“, kündigt Heimerl an. „Es tut jedem Stadtrat gut, wenn mehr Sozialdemokraten drin sind“, findet der Spitzenkandidat. Gelingen soll das mit den klassischen Kernthemen wie dem Sozialen Wohnungsbau, aber auch dem Bereich Digitalisierung sowie innovativen Konzepten aus dem Bereich Wirtschaft. Dazu kommen die bekannten Herausforderungen wie die Konversion des Fliegerhorstes, den Bau einer Eishalle und Verkehrskonzepte.
Ein wichtiges Thema im roten Wahlprogramm soll auch der Klima- und Umweltschutz werden – eigentlich Steckenpferd der Grünen. Man strebe den Umbau der Stadt zu einem grüneren Ort an, berichtet Heimerl. Man wolle den Wählern zeigen: „Grüne Politik kann auch von der SPD kommen.“
Das ist die rote Liste für die Stadtratswahl:
Das sind die SPD-Kandidaten: 1. Philipp Heimerl, 2. Tina Jäger, 3. Mirko Pötzsch, 4. Svenja Bille, 5. Martin Haisch, 6. Bianca Aßmus, 7. Ludwig Sinzinger, 8. Heidi Anka Klar, 9. Walter Schwarz, 10. Katrin Müller, 11. Lukas Heimerl, 12. Carolin Vogt, 13. Basaran Özdemir, 14. Nicole Oesterling, 15. Holger Rabe, 16. Manuela Mertsch, 17. Bernhard Gößwein, 18. Alessia Kirchhoff, 19. Peter Rapp, 20. Nathalie Sinzinger, 21. Daniel Käufl, 22. Beate Schenk, 23. Ludwig Andrione, 24. Anke Bille, 25. Philipp Morgner, 26. Therese Schwarz, 27. Julian Pelloth, 28. Ina Gardein, 29. Eugen Helf, 30. Nadja Krupicka, 31. Nikolaus Santin, 32. Aida Ferhat, 33 Gunter Bille, 34. Beate Wörl, 35. Uli Schmetz, 36 Silvia Heimerl, 37. Thomas Schenk, 38. Silvia Santin, 39. Wolfgang Gardein, 40. Ingeborg Hampl.
