Vorbereitung für 2023

Wahl zum OB: Der Kandidat der Brucker Bürgervereinigung steht praktisch fest

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Christian Götz bei der Versammlung der BBV im Hotel Post.
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So richtig formal-offiziell ist es nicht. Die Richtung ist aber klar: Die Brucker Bürgervereinigung (BBV) wird im März 2023 mit einem Kandidaten ins Rennen um das Oberbürgermeisteramt gehen - und der Stadtrat Christian Götz will antreten.

Fürstenfeldbruck – „Ich werde mich zur Verfügung stellen“, erklärte Christian Götz jetzt bei der Mitgliederversammlung. Und die anwesenden Mitglieder der BBV befürworteten die angekündigte Kandidatur einstimmig. BBV-Vorsitzender Klaus Quinten wies aber einschränkend darauf hin: „Es ist erst einmal die Nominierung zum Kandidaten.“ Offiziell als solcher gekürt werde Götz auf einer weiteren Versammlung, die voraussichtlich im Oktober stattfinden wird.

Wahl zum Brucker OB: „Realistische Grundlage“

„Wir haben eine gute Chance“, erklärte Christian Götz. Seine Kandidatur habe eine realistische Grundlage. Er bezog sich in diesem Zusammenhang auch auf Klaus Pleil. Der war 2014 zum OB gewählt worden, hatte aber im August 2015 einen Herzinfarkt erlitten und konnte in Folge den Amtsgeschäften nicht mehr nach gehen.

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Pleil habe neuen Schwung in die Verwaltung gebracht und eine gute Bahn gelegt. Daran wolle er anknüpfen, so Götz. Auch seine Erfahrungen als zweiter Bürgermeister in der Zeit zwischen 2017 und 2020 will er einbringen, ebenso die als aktueller Bau- und Planungsreferent. „Ich habe da viele wertvolle Eindrücke bekommen“, sagte er zu den BBV-Mitgliedern.

Amt des Brucker OB: Viel Respekt

Er sei sich bewusst, dass das Amt des Oberbürgermeisters noch einmal eine andere Hausnummer sei, so Götz. „Ich begegne dem mit viel Respekt, aber die große Angst davor habe ich verloren.“ Die Entscheidung, anzutreten sei zunächst innerhalb der Familie gefallen. Außerdem habe er Gespräche mit anderen Bürgermeistern geführt.

Dabei habe er festgestellt, dass die Tätigkeit an vorderster verantwortlicher Stelle gesundheitlich durchaus fordernd sein könne. Eine Konsequenz, die Götz daraus zieht: „Ich werde mit Sicherheit keinen Dauer-Wahlkampf führen und damit jetzt schon beginnen.“ Mit der Brechstange zu arbeiten, auch an der eigenen Publicity, komme für ihn nicht in Frage.

Wahl zum Brucker OB: Die Amper

Wahlkampfthemen benannte Götz nicht direkt. Das werde er frühestens bei der Versammlung im Herbst tun. Allerdings diskutierte die Mitgliederversammlung sehr ausführlich über die Sauberkeit der Amper und eventuelle Bademöglichkeiten in dem Gewässer. Götz nahm dies zum Anlass den amtierenden OB Erich Raff indirekt zu kritisieren: „Der Chef der Verwaltung bestimmt schon die Priorität des Handelns, wenn er will.“

Eine neue Führung im kommenden Jahr wird möglicherweise nicht nur die Stadt Fürstenfeldbruck bekommen, sondern auch die BBV. Klaus Quinten deutete an, dass er im kommenden Jahr aus Altersgründen wohl nicht mehr kandidieren werde. „Denkt mal über neue Leute an unserer Spitze nach“, rief er den Mitgliedern zu.

Götz wird sich bei der Wahl - nur der OB wird neu bestimmt, nicht der Stadtrat - am 5. März 2023 mit mindestens sieben anderen Kandidaten messen müssen, wobei nicht alle Gruppierungen oder Parteien schon aus der Deckung gekommen sind. Fest zu rechnen ist damit, dass sich Alexa Zierl (ÖDP) und Markus Droth (FW) ebenfalls bewerben werden - genauso wie Adrian Best (Linke) und Joe Kellerer (Die Partei). (Hans Kürzl)

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