VonSebastian Grauvoglschließen
Als wäre der Schrecken des tödlichen Arbeitsunfalls in Weyarn nicht genug: Wie sich herausstellte, waren die drei jungen Opfer aktive Mitglieder der Feuerwehr. Für die Retter macht es das besonders schwer.
Weyarn – Bürgermeister Leonhard Wöhr ringt um jedes Wort. Der tragische Arbeitsunfall, bei dem auf einem Firmengelände im Weyarner Ortsteil Großseeham der junge Männer in einem Kanalschacht ertrunken sind, hat Wöhr schwer getroffen. „Ich habe alle drei gekannt“, sagt der Bürgermeister mit brüchiger Stimme. Die 20, 27 und 28 Jahre alten Arbeiter seien in erheblichem Umfang ehrenamtlich in der Gemeinde engagiert gewesen – und zwar bei der Freiwilligen Feuerwehr Weyarn.
Arbeitsunfall in Weyarn: Drei Todesopfer waren Kameraden der Feuerwehr
Der Kommandant habe ihn noch während des laufenden Einsatzes telefonisch informiert, berichtet Wöhr. Er habe umgehend das Rathaus verlassen, alle Termine abgesagt und sei nach Großseeham gefahren. „Ich habe geschaut, ob ich irgendwas tun kann.“ Die Stimmung am Einsatzort kann Wöhr kaum in Worte fassen, so groß war der Schmerz. Kein Wunder, wenn die örtliche Feuerwehr erfährt, dass die Opfer ihre eigenen Kameraden sind. „Sie waren miteinander befreundet“, sagt Wöhr. Eine Bestürzung, die auch andere Rettungskräfte erfasst habe.
Die Nachricht vom Tod der drei jungen Feuerwehrmänner hat den ganzen Ort in einen Schockzustand versetzt, berichtet Wöhr. Viele Weyarner würden nicht nur die Verstorbenen gut kennen, sondern auch ihre Angehörigen. Dies sei auch bei ihm der Fall, sagt der Bürgermeister. Deshalb sei er „sehr, sehr mitgenommen“. sg
Drei Männer ertrinken während Arbeiten in Kanalisation – der Großeinsatz in Bildern




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