Die Stimmung beim Festabend des Gebirgsschützenbataillons Inn-Chiemgau in der Bad Aiblinger Ausstellungshalle war nicht nur bei der Überreichung der Geschenke bestens.
Das 38. Bataillonsfest des Gebirgsschützenbataillons Inn-Chiemgau in Bad Aibling beeindruckte am Wochenende (28./29. Juni). Bei strahlendem Himmel feierten die Teilnehmer zum Auftakt am Samstag (28. Juni) Tradition und Glauben. Ein besonderer Abend.
Bad Aibling– Eindrucksvoll startete am Wochenende (28./29. Juni) in Bad Aibling das 38. Bataillonsfest des Gebirgsschützenbataillons Inn-Chiemgau. Es begann mit dem Totengedenken und einer Kranzniederlegung an der Schützenkapelle und setzte sich mit einem großen Festabend in der Ausstellungshalle fort.
Deutlicher hätte das Bekenntnis zum angestammten Glauben kaum sein können, als wenn unzählige Gebirgsschützenkompanien aus der ganzen Region zusammenkommen und einen prächtigen Festzug bilden. Unter strahlend blauem Himmel und bei abendlichen noch immer 26 Grad kamen sie am Samstag (28. Juni) von der Innenstadt zur Ausstellungshalle.
Festabend des Gebirgsschützenbataillons Inn-Chiemgau in Bad Aibling
Und dabei konnte Bad Aibling sogar doppelt feiern: Das 38. Bataillonsfest des Gebirgsschützenbataillons Inn-Chiemgau und das eigene 45-jährige Wiedergründungsfest. Und gar dreifach gab es dabei die Schirmherrschaft: Daniela Ludwig, parlamentarische Staatssekretärin im Bundesinnenministerium, Bürgermeister Stephan Schlier und Peter Prinz von Lobkowicz aus Maxlrain hatten dieses Ehrenamt übernommen.
„Für mich bedeutet diese Schirmherrschaft eine große Ehre und eine Freude“, betonte Daniela Ludwig und gratulierte dabei nicht nur dem Bataillon zum Fest, sondern auch den Aiblingern für ihre 45-jährige Wiedergründung. Sie lobte die Gebirgsschützen, die die Werte hochhielten und die bayerische Eigenständigkeit betonten.
Laut Bürgermeister Schlier bringt das Bataillonsfest der Bevölkerung eindrucksvoll vor Augen, wofür die Gebirgsschützen stehen: Für Treue zu einem wehrhaften Brauchtum, Standhaftigkeit im Glauben und in der Verteidigung christlich-abendländischer Kultur sowie „die unerschütterliche Liebe zu unserer Bayerischen Heimat“. Leider konnte Peter Prinz von Lobkowicz nicht anwesend sein.
Hauptmann Hermann Bogner und Oberleutnant Uwe Hecht begrüßten in der Ausstellungshalle die vielen Gäste. Und Bogner brachte den Festtag gleich auf den Punkt: „Wir sind Bayern, wir leben Bayern“, betonte er, bevor er den Stab an Sepp Lausch weitergab, der durch den weiß-blauen-Festabend führte. Der Landtagsabgeordnete ging auf die bairische Sprache ein, ebenso auf die Bedeutung verschiedener typischer Redewendungen. Daneben unterhielten die Jugendgruppen der Trachtenvereine „Edelweiß“ und „D’Oberlandler“ die Gäste vorzüglich und erhielten auch den entsprechenden Beifall.
Wie groß die Kontinuität bei den Aiblinger Gebirgsschützen ist, zeigt auch die Tatsache, dass seit Wiedergründung lediglich fünf Hauptmänner die Kompanie führten: Fritz Schiller (1980-1992), Günter Hein (1992-1998), Bernhard Kneifel (1998-2010), Manfred Ortner (2010-2022) und Hermann Bogner (seit 2022).
Als sich der Abend zu Ende neigte, hatte Lausch noch eine Überraschung. Er überreichte der Gebirgsschützenkompanie Bad Aibling eine Marmortafel. Auf dieser sollen künftig die Namen der verstorbenen Mitglieder eingraviert werden. Die Marmortafel soll dann in der Schützenkapelle ihren Platz finden. „Sepp vielen, vielen Dank“, meinte Hermann Bogner. Am Sonntag folgte sodann der große Festtag, über den gesondert berichtet wird.