- VonNicolas Bettingerschließen
Die Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland hatte „Goleo VI“, die FC-Bayern-Basketballer freuen sich über „Ben“. Und was hat Bad Aibling? Warum es in der Kurstadt bald ein Maskottchen gibt und was Kinder dafür tun können.
Bad Aibling – Wer kennt sie nicht, die flauschigen, oft überdimensional großen Plüschtiere, die Marken, Veranstaltungen oder Vereine auf sympathische Weise repräsentieren sollen. Geht es nach den Vorstellungen der Initiatoren, soll es ein solches Maskottchen bald nun auch für die Stadt Bad Aibling geben. Dafür soll auf Initiative des Fokus Familiennetzwerkes in den nächsten Monaten eine Art Kreativ-Wettbewerb für Kinder entstehen, an dessen Ende ein Maskottchen für die Kurstadt das Licht der Welt erblicken soll. Doch wie kommt es zu dieser Idee und wofür braucht Bad Aibling eigentlich ein solches Markenzeichen?
Die Idee entstand, als Stefanie Zurl-Radtke, stellvertretende Vorsitzende des Fokus Familiennetzwerks, ein Heimspiel der FC-Bayern-Basketballer in München besuchte. Dort lernte sie auch „Ben“ kennen, ein lebensgroßer Bär aus Plüsch, der seit Jahren mit akrobatischen Show-Einlagen auf seinem Skateboard Groß und Klein begeistert und gleichzeitig identitätsstiftend wirkt. „Warum so etwas nicht also auch für unsere Kurstadt?“, fragte sich Zurl-Radtke.
Ideen-Wettbewerb als Sommer-Challenge
In Gesprächen mit verschiedenen Beteiligten, der Stadt oder auch Kurdirektor Thomas Jahn merkte sie schnell, dass die Idee in Bad Aibling durchaus auf großen Anklang trifft. „Viele waren begeistert und wollten gleich mitmachen“, erzählt Zurl-Radtke gegenüber dem OVB. Und so steht nun nicht nur das Fokus-Familiennetzwerk mit Danny Pfeiffer, Astrid Schäffler und Stefanie Zurl-Radtke hinter der Initiative „Kurstadt sucht Kuschelstar – Ein Maskottchen für Bad Aibling“. Auch der Rudi Gebhart-Druckservice, der Kunstverein Bad Aibling mit Martina Thalmayr sowie Melanie Geiger als Kreativ-Unternehmerin und Visagistin machen mit.
Ziel sei es, ein Maskottchen zu schaffen, das etwa für Kindergärten, Schulen, Vereine, Verbände und private Feiern als agiles und optisches Aushängeschild der Stadt eingesetzt werden kann. Deshalb startet ab sofort ein Ideen-Wettbewerb als Sommer-Challenge des Familien-Netzwerkes. Laut Stefanie Zurl-Radtke gehört auch Melanie Kunert zum Team. „Mit ihr bieten wir mehrere Moorwanderungen ins Filzenklas an. Durch die Feenwiese zur Moorwichtel-Hütte. Mit Brotzeit. Moor, Flora und Fauna hautnah erleben.“ Danach soll das Maskottchen kreiert werden.
Gibt es Vorgaben für das Maskottchen?
Das Maskottchen, so Zurl-Radtke, soll zur Stadt passen und einen starken Bezug zum Moor und Wasser als besondere Landschaftsmerkmale der Region haben. Als lustiges Tier, als freche Pflanze, als Moorgeist oder Fantasiefigur. Hauptsache eindeutig, sympathisch, freundlich, geschlechtsneutral und nicht zu filigran. „Gerne auch bunt, wild oder ungewöhnlich. Auf jeden Fall aber mit Armen, Beinen, Augen und Mund, denn daraus sollen später sowohl ein Kuscheltier als auch eine große Verkleidung und eine Grafik entstehen.“
Deshalb seien nun Zeichnungen, Grafiken, Bastelideen oder Textentwürfe ebenso dringend willkommen wie Anregungen zum Namen. „Von Kindern zwischen sechs und zwölf Jahren, die sich kreativ Gedanken um das Bild unserer Stadt machen“, so die Vorstellung der Initiatoren, die auch für Fragen zur Verfügung stehen.
Kurdirektor: „Finde es sehr schön“
Voll hinter dem Projekt steht auch Kurdirektor Thomas Jahn. „Ich finde es sehr schön, dass wir für die Kinder der Stadt und deren Themen und Interessen ein eigenes Maskottchen suchen“, sagt er gegenüber dem OVB. Wichtig sei dabei, dass die Kinder sich selbst aktiv beteiligen und somit mitbestimmen, welche Gestalt das Maskottchen bekommt.
Die Teilnahmebögen mit allen weiteren Hinweisen können beim Fokus Familiennetzwerk, Am Klafferer 1, (verwaltung@fokus-familiennetzwerk.de), bei der Sparkasse Rosenheim-Bad Aibling am Marienplatz, in der Stadtbücherei Bad Aibling oder beim Oablinger Spielzeugladen in der Kirchzeile 15 abgeholt und eingereicht werden.

