Antrag im Stadtrat

„Steigenden Mieten müssen gestoppt werden“: Warum München jetzt den Hamburger Weg einschlagen will

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Das Wilhelmsburger Rathausviertel wird nach dem neuen Hamburger Standard umgebaut. So sollen günstige Mieten ermöglicht werden.
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Die SPD in München will neue Wege im Wohnungsbau gehen. Ein Hamburger Modellprojekt zeigt, wie Baukosten um bis zu 2000 Euro pro Quadratmeter gesenkt werden können.

München – Bauen wie in Hamburg – das will die SPD in München. Die Genossen haben dazu am Dienstag mehrere Anträge gestellt. Hintergrund: In der Hansestadt läuft ein Pilotprojekt, bei dem im Neubau von den bekannten Standards abgewichen wird. Über die „Initiative kostenreduziertes Bauen“ ist dabei – auch in Kooperation mit der Bauwirtschaft – ein Modell für günstigeren Wohnungsbau und damit günstige Mieten geschaffen worden.

Hamburger Standard beim Wohnungsbau in München: Baukosten könnten um bis zu 2000 Euro sinken

Laut Martina Koeppen, SPD-Fachsprecherin für Stadtentwicklung in der Hamburgischen Bürgerschaft, ließen sich je nach gewähltem Modul die Baukosten um bis zu 2000 Euro pro Quadratmeter reduzieren. Dabei gehe es um Fragen, ob etwa jede Wohnung einen Balkon brauche. Oder ob dieser dann einen Schallschutz benötige. Aber auch um energetische Standards, wie dick die Dämmung sein muss. Und auch bei den Bauvorschriften, bei den Prozessen, wird abgespeckt. So soll ein Bauteam bereits bei den ersten Planungen für ein Projekt den Kontakt mit der Genehmigungsbehörde suchen, damit nicht am Ende des Prozesses neu geplant werden muss, weil irgendwas den Vorgaben nicht entspricht.

Aktuell entstehen nach diesem skizzierten neuen Hamburger Standard im Wilhelmsburger Rathausviertel 1900 Wohnungen für 3000 Euro statt 4600 Euro pro Quadratmeter, was dem Durchschnittspreis für Neubau in Hamburg entspricht. In München liegt er bei über 5000 Euro.

10 Kirchen und Klöster in Bayern, die vor Marmor, Stuck und Blattgold nur so strotzen

An beeindruckenden Kirchen und Klöstern mangelt es im Freistaat nicht.
An beeindruckenden Kirchen und Klöstern mangelt es im Freistaat nicht. Von Bamberg bis Garmisch gibt es einiges zu sehen. © Dmitry Rukhlenko / imagebroker / Eibner / imago
Pfarrkirche St. Georg als Teil der Kirchenburg Effeltrich
Im oberfränkischen Effeltrich bekommen Besucher nicht nur eine Kirche sondern direkt eine ganze Burg zu sehen. Die Pfarrkirche St. Georg ist Teil der am besten erhaltenen Wehranlage dieser Art in Oberfranken. © Martin Siepmann / imago
Pauluskirche München
Mitten in der bayerischen Landeshauptstadt steht die imposante Pauluskirche. Nur wenige Meter von der Theresienwiese entfernt, bildet sie gerade zu Wiesn-Zeit eine beeindruckende Kulisse. Außerdem zählt St. Paul auch zu den eher jüngeren Kirchen: Fertiggestellt wurde sie erst 1906. © Zoonar / imago
Kloster Ettal
Ein echter Besuchermagnet ist das Kloster Ettal mit seiner besonderen Rokoko-Sakristei in den Oberammergauer Alpen. Eine Fülle von Gold, Stuck und Verzierungen schindet Eindruck. Im Mittelpunkt dabei: Die Ettaler Madonna, ein vom Kaiser aus Italien mitgebrachtes Marienbild, welches das Kloster zu einem der bedeutendsten Benediktinerklöster im Alpenraum werden ließ. © Andia / imago
Kloster Ottobeuren
Beim Kloster Ottobeuren lohnt sich vor allem ein Blick ins Innere. Die Benediktinerabtei beherbergt die Basilika St. Alexander und St. Theodor. Deckenfresken und jede Menge Marmor, Stuck und Blattgold erinnern an den einstigen Reichtum der Abtei. Heute wird das Kloster unter anderem für kulturelle Veranstaltungen genutzt und kann besichtigt werden. © imagebroker / Eibner / imago
Kloster Tegernsee
Direkt am Ufer des Tegernsees thront das ehemalige Benediktinerkloster. Im 8. Jahrhundert erbaut, ist für viele Besucher wahrscheinlich der Nordtrakt des Gebäudes besonders spannend. Hier wird bis heute das beliebte Tegernseer Bier gebraut und kann im hiesigen Bräustüberl auch direkt verkostet werden. © Peter Widmann / imago
Bamberger Dom
Gleich vier Türme zieren den Bamberger Dom und machen ihn zu einem echten Hingucker, in der sowieso schon beeindruckenden Bamberger Altstadt. In Inneren des um 1237 wiedererbauten Doms befindet sich das deutschlandweit einzige Papstgrab und mit dem Bamberger Reiter eines der bekanntesten Wahrzeichen der Stadt. © imagebroker / imago
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Idyllischer geht es kaum: Am Fuß der Watzmann-Ostwand und am Ufer der malerischen Königssees leuchtet das rote Kippeldach der Wallfahrtskirche St. Bartholomä auf einer Halbinsel. 1134 erbaut gilt die Kirche seitdem als Wahrzeichen des Sees. © Dmitry Rukhlenko / imago
Landshuter Martinskirche
Wer den Turm der Landshuter Martinskirche in Ganzem sehen will, muss den Kopf tief in den Nacken legen. Mit 310 Metern hat sie nämlich den höchsten Backsteinturm weltweit. Um 1500 wurde die Kirche im gotischen Baustil fertig gestellt. © Westend61 / imago
stpehansdom passau
Der Stephansdom in Passau leuchtet strahlend weiß hoch über der Stadt. Dir 1668 wiedererbaute barocke Bischofskirche beeindruckt nicht nur mit ihrer scheinbar makellosen Fassade. Auch die Lage ist besonders. Sie thront nämlich auf der höchsten Erhebung der Passauer Altstadt. Zu ihren Füßen fließen die beiden Flüsse Inn und Donau ineinander. © Panthermedia / imago
Stiftskirche Unserer Lieben Frau zur Alten Kapelle in Regensburg
Von außen eher weniger imposant kommt die Stiftskirche Unserer Lieben Frau zur Alten Kapelle in Regensburg daher. Dafür ist sie die älteste Kirche Regenburgs und eine der ältesten des Freistaats. Ursprünglich wurde die Kirche in der zweiten Hälfte des 9. Jahrhunderts erbaut und ist somit mehr als 1000 Jahre alt. © Zoonar / Manfred Segerer / imago

Hamburger Standard beim Wohnungsbau in München: „Steigende Mieten müssen gestoppt werden“

„Wir brauchen dringend mehr Wohnungen in unserer Stadt, aber die Baukosten sind in den vergangenen Jahren heftig gestiegen“, sagt SPD-Chef Christian Köning. Allein zwischen 2021 und jetzt um 34 Prozent. „Daher verbessern wir die Bedingungen für den Wohnungsbau, weil auch die steigenden Mieten gestoppt werden müssen.“ SPD-Stadträtin Simone Burger: „Wir müssen die Akteure stärken, die sich darum kümmern, dass jeder ein Dach über dem Kopf hat: Genossenschaften und Arbeitgeber mit Werkwohnungen sind darauf angewiesen, dass ihre Anträge schnell bearbeitet werden.“

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