VonGerti Reichlschließen
Die Gemeinde Gmund macht den nächsten Schritt für die Erweiterung der Realschule: Sie ändert den Bebauungsplan.
Gmund – Die Realschule Gmund soll um einen zweigeschossigen Anbau im vorderen Bereich erweitert werden, das hatte der Ortsplanungsausschuss noch kurz vor den Sommerferien so mehrheitlich entschieden. Jetzt ging’s im Gremium um die nötige Änderung des Bebauungsplans, da die bisherigen Baugrenzen geringfügig überschritten und neu festgelegt werden müssen.
Der Anbau, so erklärte Bauamtsleiterin Christine Wild, werde zwar eine Breite von 11,44 Metern haben, im Bebauungsplan, der von der Firma Lars Consult bearbeitet wird, sei jedoch ein um drei Meter größeres Baufenster eingeplant worden. Wild empfahl, diesen Maßen zuzustimmen, um notfalls Luft für kleinere Überstände zu haben. „Außerdem ist nicht damit zu rechnen, dass das Gebäude tatsächlich um drei Meter breiter wird“, sagte Bürgermeister Alfons Besel (FWG), der im weiteren Verlauf betonte, dass es sich nicht um eine Wunsch-, sondern um eine Vernunftsplanung handle. Die Gemeinde hätte, wie berichtet, den Anbau lieber im rückwärtigen Teil des Areals gesehen. Schließlich war sie aber mit der vom Landkreis favorisierten Lösung einverstanden.
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Auch bei der Wandhöhe des Anbaus ist Luft eingeplant. Sie soll zwischen 6,30 und knapp 7,70 Meter im leicht zur Schule hin abfallenden Gelände betragen. Mit dem Vorschlag des Planers, eine Höhe von zehn Metern im Bebauungsplan festzulegen, war das Gremium aber nicht einverstanden. Acht Meter Höhe sollten für das begrünte Flachdach ausreichen. Für den Anbau muss der derzeitige Fahrrad-Stellplatz weichen. Er wird durch ein neues, 15 mal 4,50 Meter großes Abstellgebäude an der östlichen Grenze Richtung Bahnlinie ersetzt.
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Die Änderungen im Bebauungsplan waren unstrittig und wurden mit einer Gegenstimme von Helga Wagner (Grüne) befürwortet. Der Bebauungsplan wird nun öffentlich ausgelegt.
Mit dem Anbau werden fünf neue Klassenräume möglich, drei im Erdgeschoss, zwei im Obergeschoss. Gesamtkosten von rund 2 Millionen Euro stehen im Raum. Das Gebäude wird nicht in öffentlich-privater Partnerschaft wie der ursprüngliche Realschulbau, sondern vom Landkreis in Eigenregie errichtet.
gr
