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Die Baugenossenschaft hat an der Siebenbürgerstraße Richtfest gefeiert. Die 49 Wohnungen sollen im Herbst fertig sein. Sie werden dringend gebraucht.
Geretsried – Der Rohbau der drei Mehrfamilienhäuser an der Siebenbürgerstraße 29-31 steht. Aus diesem Anlass lud die Baugenossenschaft Geretsried (BG) am Mittwoch rund 80 Projektbeteiligte zum Richtfest ein. „Das Besondere ist: Wir bauen öffentlich geförderten Wohnraum“, sagte BG-Geschäftsführer Wolfgang Selig.
Die Kaltmieten für die zwischen 35 und 71 Quadratmeter großen Ein- bis Drei-Zimmer-Wohnungen werden je nach Einkommen zwischen 5,50 und 7,50 Euro pro Quadratmeter liegen. „Wer sich in Geretsried ein wenig auskennt, weiß, dass bei Neubauwohnungen wie diesen hier, also barrierefreie Wohnungen mit Fußbodenheizung, Aufzug und Niedrigenergiestandard, heute Quadratmetermieten von 12 Euro und manchmal sogar mehr ganz normal geworden sind“, rechnete Selig vor.
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Den Bewohnern auf dem 3584 Quadratmeter großen Grundstück stehen 62 Tiefgaragenstellplätze und drei Außenstellplätze zur Verfügung. Für den Fall, dass dies nicht ausreichen sollte, baut die BG am benachbarten Rosenweg ein dreigeschossiges Parkdeck mit rund 100 überdachten Stellplätzen. „Das wird die Parkplatznot in diesem Stadtteil dann hoffentlich dauerhaft entschärfen“, wünscht sich Selig. Läuft alles nach Plan, sind die 46 barrierefreien und drei rollstuhlgerechten Wohnungen in diesem Herbst bezugsfertig. „Wir werden die Wohnungsnot in Geretsried damit nicht lösen“, räumte Selig ein. Dennoch sei das Projekt ein schöner Beitrag der Baugenossenschaft. Sie war 2016 nach über 20 Jahren mit der Errichtung von Wohnungen am Schubertweg wieder in den sozialen Wohnungsbau eingestiegen.
Vor dem Richtspruch des Lenggrieser Zimmerers Thomas Gerg bedankte sich Bürgermeister Michael Müller für das Engagement der Baugenossenschaft. „Die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum ist ein zentraler Eckpunkt der Stadtentwicklungspolitik“, betonte der Rathauschef. Dass die Nachverdichtung im Blumenviertel nicht jedem Anwohner gefalle, müsse seiner Ansicht nach hingenommen werden.
„Geretsried ist in einer kritischen Wohnungssituation“, gab Müller zu bedenken. Da bei der Bebauung des ehemaligen Lorenz-Areals an der Banater Straße aufgrund zu erwartender Klagen von benachbarten Firmen noch mit Verzögerungen zu rechnen ist, erscheint das Projekt an der Siebenbürger Straße umso wichtiger. Zumal dort nun die Bewohner der noch bis November stehenden Häuserzeile in der Egerlandstraße 54-78 umgesiedelt werden können.
ph