Großer Zuspruch

Seit 40 Jahren ein Erfolg: Musikschule Geretsried feiert Geburtstag

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„Hereinspaziert“: Zu Beginn des Festakts gab es von Musikschulkindern und -lehrern eine Kostprobe aus „Zirkus Furioso“ zu hören. Das Musical wird gerade einstudiert, Premiere soll im November sein.
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Nicht nur ein Ständchen gab es am Sonntag für die Musikschule: Mit zahlreichen Gästen feierte die Einrichtung ihren 40. Geburtstag – unter ihnen Bürgermeister Michael Müller, der dort als einer der ersten Schüler 1979 ein Instrument erlernt hat.

Geretsried – Schon im Lift wurden die Gäste am Sonntagvormittag musikalisch begrüßt: Edin Mesinovic spielte im Aufzug Akkordeon. Zum Sektempfang hallten die Klänge eines Blechbläserensembles durch die Gänge. Sie wiesen den Gästen den Weg zum Ingrid-Obser-Saal. Dort fand der etwa zweistündige und sehr musikalische Festakt statt. Sowohl Schüler als auch Lehrer zeigten dem Publikum, was in ihnen steckt.

An die Anfänge der Schule erinnerte Dr. Carmen Rieth in ihrer Rede. „Vor 40 Jahren fanden sich 70 Erwachsene zusammen und gründeten einen Verein“, sagte die amtierende Vorsitzende des Musikschulvereins. Der damalige Bürgermeister Heinz Schneider habe den Eltern per Handschlag seine Unterstützung zugesichert. Und dieses Versprechen werde bis heute gehalten, dankte sie Rathauschef Michael Müller, der mit seinen beiden Stellvertretern Hans Hopfner und Gerhard Meinl in der ersten Publikumsreihe saß. Die Stadt fördert die Einrichtung großzügig. Rieth würdigte den „Pioniergeist, die Ideen und den grenzenlosen Einsatz“ von Ingrid Obser, die die Musikschule geprägt und über viele Jahre geleitet hat. 2012 verlor die Geretsriederin den Kampf gegen den Krebs.

Die Vereinsvorsitzende richtete ihren Dank an eine weitere Frau der ersten Stunde: Marianne Klaus. Sie leitete den Musikschulverein in den Anfangsjahren. „Wenn Ingrid Obser die Mutter der Musikschule war, dann warst Du die Patin“, sagte sie zu Klaus, die im Publikum saß. Heute sei man stolz auf das Erreichte: Über 30 Lehrer würden fast 1000 Schüler in elf Fachbereichen unterrichten. Rieth betonte: „Wir wollen eine Bildungseinrichtung für alle Menschen sein.“ Egal ob jung oder alt, arm oder reich, mit oder ohne Behinderung. Für jeden gebe es ein Angebot.

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Einer der ersten Schüler war Bürgermeister Michael Müller. „Ich habe 1979/80 Blockflöte gelernt, barocke Griffweise“, sagt er mit einem Schmunzeln. Damals habe der Unterricht in der Isardammgrundschule stattgefunden, weil es noch keine eigenen Räume gab. Auch Akkordeon und Gesang ließ er sich beibringen. „Es war eine schöne Zeit.“

Müller dankte der Musikschulfamilie für deren Engagement. Die Schule sei bekannt für ihre solide Ausbildung, der große Zuspruch beweise den Erfolg. „Das war und ist nur möglich mit Lehrern, die ihr Handwerk verstehen.“ Die Einrichtung habe sich ums kulturelle Leben der Stadt verdient gemacht.

Eine besondere Einlage gab es von Gitarrenlehrer Martin Ruppenstein. Er hatte für den Festakt ein Medley mit Hits von 1979 zusammengestellt. Mitsingen war ausdrücklich erlaubt. Das taten viele Gäste – auf dem Stuhl wippend und mit einem Lächeln auf den Lippen.

Ehrung für Musikschullehrer

Über 30 Lehrer gibt es an der Musikschule – einige von ihnen sind schon seit Jahrzehnten dabei, wie Wolfgang Schiwietz. Er unterrichtet seit 40 Jahren und wurde dafür von Dr. Carmen Rieth vom Musikschulverein geehrt, ebenso wie Sabine Beyer, die seit 30 Jahren musikalisch-pädagogische Leiterin ist. Über 20 Jahre an der Musikschule aktiv sind Gerd Fink (29 Jahre), Tobias Weber (27), Susanne Krippner (24), Florian Sagner (24), Peter Wegele (21) und Silke Kugler (21).

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