Jubiläumsveranstaltung

Das plant Günter Wagner für den Geretsrieder  Kulturherbst 2020

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Der Kunsthandwerkermarkt war 2018 ein Publikumsmagnet des Kulturherbsts.
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Im kommenden Jahr feiert Geretsried doppelt: 70 Jahre Gemeindegründung und 50 Jahre Stadterhebung. Deshalb soll der Kulturherbst auch besonders schön werden.

Geretsried – Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus: Das gilt auch für den Geretsrieder Kulturherbst 2020. Seit Anfang des Jahres steckt Festivalleiter Günter Wagner in den Planungen. Spätestens im Dezember will er in den Kartenvorverkauf einsteigen. Im Jubiläumsjahr soll der Kulturherbst eine Nummer größer ausfallen.

2020 feiert Geretsried doppelt: 70 Jahre Gemeindegründung und 50 Jahre Stadterhebung. Deshalb strengt sich der Festivalleiter besonders an. „Ich versuche, sehr hochkarätige Künstler zu bekommen“, sagt Wagner im Gespräch mit unserer Zeitung. Angefragt seien der österreichische Liedermacher und Musiker Hubert von Goisern, der Südtiroler Musiker und Komponist Herbert Pixner, der irische Rockmusiker Bob Geldof sowie Kabarettist Max Uthoff. „Ich scheue mich nicht, auch namhafte Künstler zu fragen“, gibt sich Wagner selbstbewusst. In Planung ist dieses Mal zudem eine Oper – Carmen von Georges Bizet. „Das wär mal was anderes“, sagt der 59-Jährige. Groß soll der Auftritt von Konstantin Wecker – ein beim Kulturherbst-Publikum beliebter Künstler – ausfallen: Der Liedermacher wird vermutlich mit dem Kammerorchester der Bayerischen Philharmonie zu hören und zu sehen sein.

Auf Publikumswünsche will Wagner bei der Programmplanung eingehen: Noch einmal auf die Bühne holen möchte er die Gruppe „The Magic of Queen“, die Songs der bekannten britischen Rockband covert. „Dazu habe ich viele positive Rückmeldungen bekommen.“ In Verhandlungen steht Wagner mit dem Musik-Comedy-Duo „Lumpenpack“ – auch das wurde ihm ans Herz gelegt. Doch „unterschrieben ist noch nichts“. Künstlerinnen hat der Festivalleiter nach eigenen Worten ebenfalls angeschrieben. „Aber da habe ich viele Absagen bekommen.“

Sollten die ganz Großen der Szene zusagen, wird das Veranstaltungszelt wohl eine Nummer größer ausfallen. „Aber es wird deshalb nicht ungemütlicher“, versichert der Geretsrieder. „Dann passen drei Reihen mehr rein.“ Das Zelt würde so etwa 1000 Zuschauern Platz bieten.

Wagner kann sich vorstellen, dass im Jubiläumsjahr an das zehntägige Festival noch ein Tag drangehängt wird oder es einen Tag früher startet. An diesem soll es ein ganz besonders Event bei freiem Eintritt geben. „Mir würde eine Jahrzehnte-Show mit lustigen Sketchen gut gefallen“, sinniert der 59-Jährige. „Man könnte alte Filme einspielen und Zeitzeugen einbinden. Mal schauen, was uns da so einfällt.“

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Auf Altbewährtes will Wagner beim Rahmenprogramm rund ums Zelt setzen. Der Künstlermarkt unter der Federführung des Kulturvereins Isar-Loisach sei bei den Besuchern sehr gut angekommen und soll wiederholt werden. „Vielleicht wird auch der noch ein bisschen größer. Platz haben wir.“ Das vielfältige gastronomische Angebot, für das Geretsrieder Vereine verantwortlich zeichneten, soll es erneut geben. „Das war ein voller Erfolg.“

nej

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