Bau verzögert sich

Geretsrieder Hallenbad wird frühestens im Sommer 2020 eröffnet

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Der Eröffnungstermin des Geretsrieder Hallenbads verschiebt sich-

Von Anfang auf Mitte des Jahres: Die Geretsrieder können frühestens im Juli 2020 ihre Bahnen im neuen Hallenbad ziehen.

Geretsried - Das neue Hallenbad an der Adalbert-Stifter-Straße soll im Juli 2020 eröffnet werden. Diesen Termin nannte der zuständige Projektsteuerer Thomas Kaltenmark vom Stuttgarter Ingenieurbüro Klotz und Partner in der Sitzung des Stadtrats am Dienstag. Bisher war kommuniziert worden, dass die Inbetriebnahme im Februar 2020 erfolgt. Die Verzögerung wurde in der Sitzung nicht weiter kommentiert.

Der Rohbau soll laut Kaltenmark im August 2019 fertiggestellt werden. Danach wird die Gebäudehülle bis November abgedichtet. Aktuell werden die Becken auf der Baustelle betoniert. „Nach Weihnachten sind zwei Monate Stillstandszeit geplant“, sagte Kaltenmark.

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In der Sitzung hat der Stadtrat die nächsten Aufträge vergeben. Mit den Estricharbeiten wurde die Firma Elmas-Fußbodentechnik aus Landsberg an der Saale für rund 230 000 Euro beauftragt. Das Angebot lag 1,7 Prozent unter der Kostenberechnung. Mit rund 557 000 Euro schlagen die Fliesenarbeiten zu Buche, die die Firma Röhlich aus Wendelstein bei Nürnberg übernimmt. Ihr Angebot – das einzige, das abgegeben worden war – liegt 34,3 Prozent über der Kostenberechnung. Stadtarchitekt Christian Müller riet dennoch, den Auftrag zu vergeben. Im September hatte die Verwaltung die Ausschreibung für die Fliesen- und Estricharbeiten zurückgezogen, weil die Angebote gut 60 Prozent über der Kostenberechnung lagen. Der Stadtrat vergab die Arbeiten nicht und entschied, die Gewerke zu trennen (wir berichteten). „Wir sind zwar immer noch drüber, sind aber durch die Trennung deutlich runtergekommen“, so Müller. Der Bau des Hallenbads wird nach derzeitigem Stand sieben Prozent teurer als angenommen. Wie berichtet geht die Stadt von rund 16,4 Millionen Euro aus. Vor einem Jahr war von 15,3 Millionen Euro die Rede. Die Baukosten werden zwischen Egling, Eurasburg, Münsing, Königsdorf, Icking, Dietramszell, Wolfratshausen und Geretsried sowie dem Landkreis aufgeteilt. Mehrkosten trägt jedoch Geretsried.  sw

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