Stadtplanung

Geretsrieds „Neue Mitte“ könnte weiter wachsen

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Die Großbaustelle am Karl-Lederer-Platz ermutigt zu weiteren Bauvorhaben. Der Bereich vom Rathaus mit Museum bis zum Schnellimbiss soll überplant werden.

Die Zentrumsgestaltung in Geretsried geht weiter. Nach der Sparkasse an der Ecke zur Egerlandstraße will ein weiterer Eigentümer umbauen – an der Nordseite des Karl-Lederer-Platzes.

Geretsried – Das Büro Kehrbaum, das bereits die derzeit entstehenden Gebäude in der „Neuen Mitte“ geplant hat, wird deswegen ein Gesamtkonzept für die Häuserzeile zwischen Buchhandlung und Schnellimbiss sowie den Rathausbereich bis zum Museum an der Graslitzer Straße erarbeiten. Einen entsprechenden Beschluss hat der Geretsrieder Stadtrat in seiner Sitzung am Dienstag gefasst. Dominik Irmer (Freie Wähler) stimmte dagegen.

Das Thema kam auf, weil die Projekt KLP UG, die derzeit das Wohn- und Geschäftshaus Centrum 20 am Karl-Lederer-Platz errichtet, auch auf der gegenüberliegenden Seite fünfgeschossig bauen möchte (wir berichteten). Den entsprechenden Antrag zur Aufstellung eines sogenannten vorhabenbezogenen Bebauungsplans für das bestehende Gebäude mit den Hausnummern 7 und 7a hatte der Entwicklungs- und Planungsausschuss (EPA) an den Stadtrat verwiesen.

Hier schlug Stadtbaurat Rainer Goldstein nun vor, den Bereich städtebaulich komplett zu betrachten, um eine einheitliche Gestaltung und Höhenentwicklung des zentralen Platzes zu gewährleisten. Laut Antragsteller stünden die Eigentümer der Häuser am Karl-Lederer-Platz 3 und 5 der Entwicklung positiv gegenüber, planten derzeit selbst aber keinen Umbau. Das heißt: Vom Gesamtkonzept würde zeitnah nur ein Teil von der Projekt KLP UG umgesetzt werden.

Der EPA hatte ein Problem darin gesehen, wenn die Bauphase auf die Zeit nach der Wiederherstellung und Neugestaltung des Platzes fällt. Dies soll im zweiten oder dritten Quartal passieren. Baubeginn an der Nordseite des Platzes wäre frühestens im Herbst 2019, informierte Goldstein. „Die Baustelle könnte von hinten erschlossen werden, ein gewisser Teil müsste aber vorne funktionieren.“

Franz Wirtensohn (CSU) befürwortete die Idee, das ganze Gelände zu überplanen und „nicht nur einen Streifen in der Mitte“. Die Bemühungen, den Karl-Lederer-Platz weiter zu gestalten, begrüßte Lorenz Weidinger (Freie Wähler). „Es zeigt die Dynamik in der ,Neuen Mitte‘“, lobte auch Gerhard Meinl (CSU) den Anstoß auf der nördlichen Seite des Platzes.

Er sei sicher, dass die Dynamik noch weiter greifen wird. Nur Stadtrat Irmer kritisierte, dass ein Bebauungsplan die Möglichkeit einer aufgelockerten Bebauung verbaue.

Bürgermeister Michael Müller verdeutlichte zum Abschluss der Diskussion, dass der Stadtrat nur entschieden habe, den Umgriff in seiner Gesamtheit zu betrachten. „Wir haben damit noch nichts Grundsätzliches bezüglich der Höhenentwicklung entschieden.

sw

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