Der eingezäunte Bereich am Karl-Lederer-Platz ist so groß wie nie: Am Karl-Lederer-Platz entsteht die „Neue Mitte“ mit Zentralgarage. Wir haben Zahlen und Fakten zur Großbaustelle.
Geretsried – Die Baustelle am Karl-Lederer-Platz hat ihr Maximum erreicht. Zwischen der B11-Einfahrt und der Kreuzung zur Egerlandstraße wird gearbeitet. Hier entstehen die Zentralgarage samt Anbindung ans Rathaus sowie die Wohn- und Geschäftshäuser Puls G und Centrum 20. Das Baufeld ist aktuell so groß, dass Fußgänger eine Umleitung durch das Rathaus beziehungsweise außen herum nehmen müssen. Zusammen mit der Stadtverwaltung und der Firma Krämmel hat unsere Zeitung interessante Zahlen und Fakten zu den Arbeiten im Großformat zusammengetragen.
5 Bauherren arbeiten an der „Neuen Mitte“: die Stadt, die Stadtwerke, die Baugenossenschaft, die Firma Krämmel und die Projekt KLP UG.
878 Schritte muss ein Fußgänger gehen, um das Baufeld einmal zu umrunden. Da das Baufeld an Nachbarhäuser stößt, muss man einen Umweg durch das Rathaus sowie über den Lenau- und den Martin-Luther-Weg nehmen.
73 Dezibel Lärm wurden an einem Dienstagvormittag auf der Baustelle gemessen. Der Wert schwankt laufend, je nachdem, was gerade auf der Baustelle gearbeitet wird.
1000 Meter Sparten wurden insgesamt in etwa verlegt, damit Puls G, Centrum 20 und Tiefgarage gebaut werden können. Spartenverlegung heißt, dass Gas-, Strom- und Telefonleitungen sowie Wasserrohre aus einem Baufeld herausverlegt werden.
1 Fußgängerzone gibt es am Karl-Lederer-Platz. Vor der Ladenzeile von Bücher Ulbrich bis Subway darf nur noch Lieferverkehr fahren. Dort gibt es auch eine Sitzecke mit Baustellen-Infos und Gucklöchern durch die Bauzäune.
130 Felder hat der Bauzaun am Karl-Lederer-Platz.
8900 Quadratmeter groß ist das Baufeld.
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110 Umleitungsschilder stehen im Stadtgebiet verteilt, um Verkehrsteilnehmer auf die für die Baustelle gesperrten Straßen aufmerksam zu machen. Derzeit ist die B11-Einfahrt am Rathaus gesperrt. Von der Graslitzer- sowie der Egerlandstraße, dem Hermann-Löns-, dem Martin-Luther- und Lenauweg geht es mit dem Auto nicht über den Karl-Lederer-Platz. Fußgänger, die aus Richtung Böhmwiese kommen und zur Egerlandstraße wollen, müssen durch beziehungsweise außerhalb der Öffnungszeiten hinter dem Rathaus gehen.
4 Kräne stehen auf der Baustelle am Karl-Lederer-Platz.
228 alternative Stellplätze sind für Autos rund um den Karl-Lederer-Platz ausgewiesen. Wer ins Zentrum möchte, kann auf der Böhmwiese, vor und hinter dem Rathaus sowie am Hermann-Löns-Weg und an der Egerlandstraße parken.
50 bis 60 Menschen arbeiten auf der Baustelle für die „Neue Mitte“.
8500 Kubikmeter Beton wurde bisher verbaut.
2 alternative Standorte hatte der Grüne Markt. Zuerst zog er vom Karl-Lederer-Platz in den Rathausinnenhof. Inzwischen ist er am Dienstagvormittag an der Egerlandstraße zu finden.
40.000 Kubikmeter Erdaushub kam bisher auf der Baustelle zusammen.
9 Baustellensprechstunden hat die Firma Krämmel seit dem Start angeboten.
50 Beschwerden zur Baustelle hat die Stadtverwaltung Geretsried bis jetzt ungefähr aufgenommen. 16 davon sind schriftlich im Vorzimmer des Bürgermeisters eingegangen. Die übrigen wurden direkt von verschiedenen Fachabteilungen bearbeitet.
540 Spundwände wurden gesetzt. Der Verbau sichert die Baugrube.
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78 800 Euro wurden fürs Baustellenmarketing ausgegeben. In dieser Summe enthalten sind die Kosten für die Homepage www.neuemitte-geretsried.de (rund 21 000 Euro), Agenturleistungen, etwa für Plakate (10 000 Euro), Banner (5500 Euro), Printmaterialien (5100 Euro), Anzeigen (3500 Euro), Illustrationen (3100 Euro), Fußleitsystem (4400 Euro), Sitzmöbel für die Baustelleninfoecke (6200 Euro) und für die Bürgerbeteiligung (20 000 Euro).
5 Stockwerke des Gebäudes Centrum 20 und...
2 Stockwerke des Puls G stehen schon. Das Centrum 20 am Karl-Lederer-Platz 20, das die Projekt KLP UG baut, wird bei Fertigstellung einen Laden mit 500 Quadratmetern Einzelhandelsfläche und zwölf Stadtwohnungen auf fünf Stockwerken beherbergen. Ins Erdgeschoss des Puls G am Karl-Lederer-Platz 14 bis 18 wird später ein Edeka-Markt mit 1200 Quadratmetern Verkaufsfläche einziehen. Darüber sollen 66 Wohnungen entstehen.
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25 Meter wird der siebengeschossige Turm des Wohn- und Geschäftshauses Puls G hoch. Das Familienunternehmen Krämmel investiert weit über 20 Millionen Euro in das Projekt.
80 Betonstützen sind bisher in der Tiefgarage verbaut. Diese wird über den sogenannten Verbinder an die geplante Tiefgarage unter der Egerlandstraße angebunden. Die Baugenossenschaft als Investor hat im Juli mit den Arbeiten begonnen. An der Egerlandstraße soll im Jahr 2019 mit dem Abriss begonnen und im Jahr darauf gebaut werden. Wie berichtet rückt anstelle des 1950er-Jahre-Baus das „BGZ2“ mit 90 Wohnungen.
214 öffentliche und 164 private Parkplätze stehen unter der „Neuen Mitte“ zur Verfügung, wenn die Wohn- und Geschäftsgebäude fertig sind.
497 Tage wird bereits an der Umgestaltung des Zentrums gearbeitet. Baubeginn war mit der Spartenverlegung am 18. April 2017.
58 Fotos hat unsere Zeitung in der Serie „Hier entsteht das neue Stadtzentrum“ bis heute veröffentlicht. Damit dokumentieren wir für unsere Leser jede Woche den Baufortschritt in der „Neuen Mitte“.
sw
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