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An der Münchner Eisbachwelle gab es einen schweren Unfall. Für eine 33-Jährige hat dieser nun tödliche Folgen gehabt.
Update, 17.07 Uhr: Die Stadt hat durch eine Allgemeinverfügung die Surfwelle am Eisbach gesperrt (siehe voriges Update). Wie lange die Welle gesperrt bleibt, ist noch unklar. Unter anderem soll die Ursache des Unfalls untersucht werden. Offen ist, ob und wann dazu das Wasser des Eisbachs abgesenkt werden könnte, um den Grund auf Hindernisse zu prüfen, an denen sich die Leine verfangen haben könnte.
Für die wasserrechtliche Erlaubnis der Absenkung ist das Referat für Klima- und Umweltschutz der Landeshauptstadt zuständig. Allerdings liege bisher kein entsprechender Antrag der ermittelnden Behörden vor, sagte eine Sprecherin.
Lebensgefährte der toten Münchnerin stellt Strafanzeige
Der Lebensgefährte der Verunglückten hatte laut Staatsanwaltschaft München I bereits vor dem Tod der Frau Strafanzeige wegen fahrlässiger Körperverletzung erstattet. Die Behörde kläre, ob es Anhaltspunkte für ein strafrechtlich relevantes Verhalten gebe, hatte eine Sprecherin dazu auf Anfrage erläutert. Die Ermittlungen richteten sich nicht gegen konkrete Personen.
Update, 16.29 Uhr: Nach dem tragischen Unfall einer Surferin am Eisbach in München ist die bekannte Surfwelle nun gesperrt. Die Stadt hat durch eine neue Allgemeinverfügung, die am Mittwoch erlassen wurde, das Surfen dort „bis auf Weiteres verboten“. Damit erhält das zuvor von der Feuerwehr ausgesprochene Verbot eine rechtliche Basis. Ein Verstoß könne mit bis zu 50.000 Euro geahndet werden, erklärte eine Sprecherin des Referats für Klima- und Umweltschutzauf Nachfrage der dpa. Nach dem Unfall wurde die Unglücksstelle mit Gittern abgesperrt. Seit 2010 war das Surfen dort per Allgemeinverfügung der Stadt auf eigene Gefahr erlaubt. Die Surfer hatten sich damals erfolgreich dafür starkgemacht.
Nach tragischem Unfall an Eisbachwelle: Surferin gestorben – OB Reiter „tief betroffen“
Update, 14.10 Uhr: Nach dem Tod der 33-jährigen Surferin hat sich nun auch ihr Anwalt geäußert. Demnach sei sie im Beisein von Familie und engen Freunden friedlich eingeschlafen, sagte Nicolas Jim Nadolny der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) kündigte an, dass alles getan werde, „um den genauen Hergang des Unfalls herauszufinden“.
Laut der Staatsanwaltschaft München I hatte der Lebensgefährte der Frau bereits vor ihrem Tod Anzeige wegen fahrlässiger Körperverletzung erstattet. Die Ermittler prüfen nun, ob es Anhaltspunkte für ein strafrechtlich relevantes Verhalten gebe, erklärte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft gegenüber der dpa. Derzeit werde nicht gegen konkrete Personen ermittelt.
„Bin tief betroffen“ – Münchens OB Reiter zeigt sich bestürzt über Tod von Surferin
Update, 13.07 Uhr: Tiefe Trauer in München. Nach dem Tod der 33-jährigen Surferin sind noch viele Fragen offen, etwa, wieso sich die junge Frau wohl im Eisbach verhakt hatte. OB Dieter Reiter (SPD) hat sich am frühen Nachmittag bestürzt gezeigt. „Ich bin tief betroffen vom Tod der Surferin, die letzte Woche an der Eisbachwelle so schwer verunglückt ist“, so der 66-Jährige. Der Tod eines so jungen Menschen, der auf so „tragische“ Art und Weise aus dem Leben gerissen werde, berühre sehr.
Nach Unfall am Eisbach in München: Surferin (33) verstirbt im Krankenhaus
„Wie es zu diesem fürchterlichen Unfall kommen konnte, ist noch nicht geklärt. Aber wir werden selbstverständlich alles tun, um den genauen Hergang des Unfalls herauszufinden und alles, was notwendig ist, veranlassen, um solche tragischen Unfälle in Zukunft soweit möglich zu vermeiden“, so Reiter. Abschließend richtete er sich an die Angehörigen: „Ich weiß, das kann nur ein schwacher Trost für die Hinterbliebenen sein.“
Erstmeldung vom 24. April
München – Eine Woche nach ihrem schweren Unfall an der bekannten Eisbachwelle in München ist die Surferin gestorben. Das bestätigte eine Sprecherin der Polizei. Die 33-Jährige war in der vergangenen Woche am späten Mittwochabend auf dem reißenden Bach im Englischen Garten verunglückt.
Unglück an Münchner Eisbachwelle: Frau erliegt ihren Verletzungen
Beim Sturz vom Board hatte sich die an ihrem Knöchel befestigte Sicherheitsleine am Grund des Eisbachs verhakt. Die Frau konnte sich nicht befreien, da sie mit dem Brett verbunden war.
Andere Surfer versuchten, die Frau von dem Surfboard zu trennen, scheiterten aber wegen der starken Strömung. Erst der Feuerwehr gelang es, die Frau zunächst aus den eisigen Fluten zu retten. Die Eisbachwelle ist seither gesperrt. Was genau den Unfall ausgelöst hat, sollen nun weitere Ermittlungen zeigen.

