Noch ein Global Player in Gilching

Die Zeichen stehen auf Expansion: Hönle AG weiht neuen Firmensitz ein

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Der großen Moment (v.l.): Christoph Winkelkötter von der Gesellschaft für Wirtschafts- und Tourismusentwicklung Starnberg, Hönle-Vorstandsvorsitzender Nobert Haimerl, Firmengründer Prof. Dr. Karl Hönle, Vizelandrat Matthias Vilsmayer und Gilchings Bürgermeister Manfred Walter durchschnitten symbolisch ein rotes Band.
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Vor einem Jahr ist die Dr. Hönle AG mit ihren gut 200 Mitarbeitern von Gräfelfing nach Gilching gezogen. Jetzt wurde der neue Firmensitz offiziell eingeweiht.

Gilching – Corona war schuld, dass der Umzug des Global Players in Sachen UV-Technik erst mit Verzögerung gefeiert werden konnte. Umso größer war die Prominenz aus Politik und Wirtschaft, die dem Unternehmen am Freitag ihre Aufwartung machte: Vizelandrat Matthias Vilsmayer war da, ebenso Gilchings Bürgermeister Manfred Walter und Christoph Winkelkötter von der Gesellschaft für Wirtschafts- und Tourismusentwicklung (gwt) Starnberg. „Wir fühlen uns hier pudelwohl“, erklärte Vorstandsvorsitzender Norbert Haimerl. Und er ließ keinen Zweifel daran, dass das Unternehmen weiter Großes vorhat. „Wir haben hier die Voraussetzung für weitere Expansion geschaffen.“

Das Hönle-Know-How ist weltweit gefragt

Von außen sieht man es dem Bau an der Nicolaus-Otto-Straße nicht an, aber im Innern wird modernste Technik entwickelt und hergestellt. Die Technologie kennen Laien möglicherweise vom Zahnarzttermin, wenn mit UV-Technik Füllungen verhärtet werden. Was kaum jemand weiß: Das Härten von Klebstoffen, Lacken und anderen Materialien durch künstliches UV-Licht hat sich in industriellen Fertigungsprozessen weltweit durchgesetzt. Elektronik, Mikroelektronik, Feinmechanik, Optik, Automobil-, Luftfahrt-, Pharmaindustrie: Überall ist Hönle-Know-How gefragt. „Man fragt sich ja eher, wo es nicht angewendet wird“, sagte Vizelandrat Vilsmayer nach dem Rundgang sichtlich beeindruckt.

In Gräfelfing wurde es schlicht zu eng

Das ist auch der Grund, warum es der Hönle AG in Gräfelfing irgendwann zu eng wurde. „2018 hatten wir ein Jahr mit immensem Wachstum“, erzählte Haimerl bei dem kleinen Festakt in der Kantine im Beisein der Mitarbeiter. „Da sind wir an unsere Kapazitätsgrenzen gestoßen.“ Dank einem Hinweis von Firmengründer und Aufsichtsratsvorsitzendem Prof. Karl Hönle, in Gilching daheim, erfuhr das Unternehmen von den Plänen der Gemeinde, an der Nicolaus-Otto-Straße Gewerbeflächen auszuweisen. In Windeseile, genauer in zwei Jahren, zog die Geretsrieder Firma Krämmel ein Gebäude in die Höhe, das modernsten Ansprüchen genügt und dem Nachhaltigkeitsgedanken verpflichtet ist – die Stichwörter lauten PV-Anlage, Dachbegrünung, Ladesäulen für Elektromobilität. Die Fläche: 15 000 Quadratmeter. Das Invest: stattliche 40 Millionen Euro.

Wohlfühlatmosphäre für die Mitarbeiter

Wer beim Rundgang dabei war, kann nur sagen: Wohl dem, der bei Hönle einen Job hat. „Wir wollten eine Wohlfühlatmosphäre schaffen“, sagte Haimerl. Das ist der Firma Rees aus Oberhaching gelungen. Helle Räume, diverse Kreativecken, höhenverstellbare Schreibtische, Heizkühlsegel und vor allem eine ansprechende Kantine dürften nicht für jeden Arbeitnehmer eine Selbstverständlichkeit sein.

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Firmengründer Hönle bescheinigte dem Neubau, „alles Bisherige in den Schatten zu stellen.“ Erst sein Arbeitszimmer in Dachau in den 1970er-Jahren, dann Laim, dann Martinsried, dann Gräfelfing und schließlich Gilching: Nirgends war es so schön wie es jetzt in Gilching ist. Manfred Walter hieß Hönle herzlich willkommen und machte deutlich, dass das Unternehmen in seiner Gemeinde genau am richtigen Platz ist. „Wir sind ein Standort, der stark aus der Technik und Entwicklung kommt.“ Das gelte für den Neuankömmling ebenso wir für viele Nachbarn. „Sie werden viele Ähnlichkeiten feststellen.“

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Auch Vilsmayer verwies darauf, dass die Region StarnbergAmmersee die besten Voraussetzungen bietet. „Lebens- und Arbeitsqualität sind hier einfach auf höchstem Niveau.“ Und gwt-Chef Christoph Winkelkötter machte Gilching das Kompliment, „vorausschauende Gewerbepolitik“ betrieben zu haben. Es sei extrem wichtig, Flächen vorzuhalten. Denn dass Firmen sich schnell vergrößern müssen, komme immer wieder vor, Hönle sei kein Einzelfall. Gut für alle, dass es in Gilching geklappt hat.

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