100 000 Euro Schaden

Großbrand in Kieswerk: So entstand die Riesen-Rauchsäule

+
Die Rauchsäule über dem Kieswerk war kilometerweit zu sehen. Da kein Wind ging, stieg der Qualm senkrecht in die Höhe. Foto: privat

Bei dem Brand im Kieswerk bei Puch am Dienstagabend sind nach einer Schätzung der Polizei rund 100 000 Euro Sachschaden entstanden.

Fürstenfeldbruck – Die Kripo geht davon aus, dass Gummiteile der Siebanlage infolge von Schweißarbeiten in Brand gerieten.

„Wichtig ist, dass kein Personenschaden entstanden ist“, sagt Thomas Vilgertshofer, einer der beiden Geschäftsführer des Kieswerkbetreibers. Er betont gleichzeitig: „Sowas brauche ich nicht mehr.“

Vilgertshofer, der zum Zeitpunkt des Brandes nicht mehr im Kieswerk war, vermutet, dass der Kleber zu schwelen begonnen hat und dadurch der Gummi im Endeffekt rausgebrannt worden ist. Weil rund um die Maschine aber nur Stahl verbaut ist und sonst „weit und breit nichts ist“, wie es der Kommandant der Brucker Feuerwehr, Michael Ott ausdrückte, konnte das Feuer nicht auf andere Bereiche übergreifen. Die Ereignisse rund um den Großalarm in der Kiesgrube können Sie hier nachlesen.

Brand in Brucker Kieswerk: Schaden nicht abschätzbar

Lediglich umherliegende Kabel, der Gummi sowie der Motor der Siebmaschine brannten. „Wie, wenn Reifen brennen würden“, so der Vergleich von Michael Ott. Laut Thomas Vilgertshofer sind außerdem einige Antriebe der Maschine kaputt gegangen. Die Höhe des Schadens wollte er noch nicht schätzen. Das müsse erst ein Gutachter klären.

Weil sie noch bei Tageslicht am Brandort ankamen sind, konnten sich die Einsatzkräfte der Feuerwehr vor Ort einen schnellen Überblick verschaffen, erklärt Michael Ott. „Außerdem hat uns der Betriebsleiter gemeldet, dass sich niemand mehr in der Nähe der Siebmaschine befindet.“

Großbrand in Kieswerk in Fürstenfeldbruck: Riesige Rauchsäule

Insgesamt sind elf Mitarbeiter am Kieswerk beschäftigt. Einer von ihnen hat die Feuerwehr unterstützt, indem er die Eisschicht des angrenzenden Grundwassersees aufbrach und dadurch einen schnellen Zugriff auf das Löschwasser ermöglichte. „Das gröbste Feuer war nach 20 Minuten aus“, so Ott. Die dunkle Rauchsäule sei senkrecht nach oben aufgestiegen, da kein Wind ging. Vor Ort waren um die 100 Einsatzkräfte der Feuerwehr und vorsichtshalber auch zwei Rettungswagen.  seo/st

Kommentare