Testlauf auch mit E-Rikschas

Grünes Licht für die Mini-Busse: Probelauf startet im Sommer - „Gute Lösungen für Mobilitätseingeschränkte“

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Ab Sommer werden in der Altstadt Mini-Busse und E-Rikschas kostenlos verkehren. Der Stadtrat hat dem Projekt jetzt zugestimmt.

München - Jetzt kommen die Mini-Busse für die Altstadt. Wie unsere Redaktion bereits exklusiv berichtet hatte, werden diesen Sommer testweise Mikrobusse und E-Rikschas für drei Monate in der Altstadt verkehren. Der Stadtrat hat am Mittwoch (21. Februar) zugestimmt.

So könnten die Mini-Busse in München aussehen.

Mini-Busse und E-Rikschas sollen Altstadt für Senioren und Menschen mit Behinderung besser erschließen

Bereits 2016 hatte die grün-rosa Stadtratsfraktion erstmals beantragt, die Altstadt durch Rikschas und Mikrobusse noch besser zu erschließen. Davon sollen insbesondere Senioren, Menschen mit Behinderung oder Erkrankungen, aber auch etwa diejenigen profitieren, die größere Einkäufe transportieren wollen oder Gepäck dabei haben. Das Angebot wird dieses Jahr von Juni bis einschließlich August zur Verfügung stehen – unentgeltlich und für alle, die es nutzen wollen.

„Was beispielsweise in Sloweniens Hauptstadt Ljubljana und in Aix-en-Provence seit langem möglich ist, sollten wir auch in München hinbekommen“, sagt Grünen-Stadtrat Paul Bickelbacher. „Gerade wenn wir uns wünschen, dass in der Altstadt weniger Autos fahren und stehen, müssen wir gute Lösungen für Mobilitätseingeschränkte anbieten.“

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Grünen-Stadträtin Gudrun Lux lobt, Mini-Busse und E-Rikschas für die Altstadt bringen bessere Mobilität für alle

Stadträtin Gudrun Lux (Grüne ergänzt): „Ich freue mich sehr, dass wir dieses Projekt jetzt auf die Straße bringen. Bessere Mobilität für alle, der Wunsch nach hoher Aufenthaltsqualität und die Anliegen von Handel und Gastronomie ergänzen sich hervorragend und lassen sich so sehr gut verbinden.“

Es sei gut und wichtig, dass die Altstadt durch einen Mikrobus und Fahrradrikschas besser erschlossen werde, sagt Veronika Mirlach (CSU). Gerade für Personen, die weitere Strecken nicht so gut zu Fuß zurücklegen könnten, werde so ein Besuch der Altstadt leichter möglich. „Damit das Angebot von möglichst vielen Münchnerinnen und Münchner genutzt werden kann, fordern wir einen dauerhaft kostenlosen Betrieb und die Anbindung aller Parkhäuser und Tiefgaragen. Leider wurden diese Vorschläge seitens der Stadtratsmehrheit abgelehnt.“

Die neuen Busse werden in einer Ringlinie fahren, gleichzeitig sollen vier Fahrzeuge im Einsatz sein

Die Busse werden Ringlinie bilden und Sendlinger Tor, Sendlinger Straße, Viktualienmarkt, Isartor, Tal, Maximilianstraße und Maffeistraße miteinander verbinden. Die Einsatzzeiten sind von 8 bis 22 Uhr oder 7 bis 21 Uhr geplant. Die Münchner Verkehrsgesellschaft MVG wird dafür acht elektrisch betriebene Busse anmieten, von denen vier gleichzeitig im Betrieb sein werden.

SPD-Stadtrat Nikolaus Gradl: „Eine Altstadt für alle bedeutet mehr Platz für Fußgänger und Radfahrende und passende Lösungen für ältere Menschen und Menschen mit Mobilitätseinschränkungen. SPD/Volt setzt sich daher seit drei Jahren dafür ein, dass München in der Altstadt kleine City-Busse bekommt und hat die Finanzierung nun sichergestellt. So verknüpfen wir die Altstadt für diejenigen, die nicht ganz so gut zu Fuß sind, noch besser mit dem öffentlichen Nahverkehr am Isartor und Sendlinger Tor.“

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