Protest vor dem Rathaus

Radwege in München: Demo für schnelleren Ausbau - „Müssen aber auch gut gemacht sein“

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Das Bündnis Radentscheid erinnert an noch nicht umgesetzte Projekte.
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Weil der Ausbau der Radwege in München aus Sicht des Bündnis Radentscheid nicht schnell genug geht, haben die Initiatoren am Montag (22. Januar) vor dem Rathaus demonstriert.

München - Das Bündnis Radentscheid München beklagt eine schleppende Umsetzung der einzelnen Maßnahmen zur Verbesserung des Radverkehrs. Bei einer Protest-Aktion haben die Initiatoren am Montag (22. Januar) an zehn bereits geplante Maßnahmen erinnert, für die es immer noch keinen Beschluss gebe.

Radwege in München: Stadtrat entscheidet über neue Prioritätenliste für die einzelnen Maßnahmen

Der Stadtrat kommt am Mittwoch (24. Januar) zusammen, um über eine Neupriorisierung der einzelnen Maßnahmen zu entscheiden. Das begrüßen Vertreter des Radenscheids ausdrücklich. „Damit gibt es jetzt endlich einen konkreten Fahrplan über das weitere Vorgehen in diesem Jahr“, sagt REM-Sprecher Andreas Schön. „Es handelt sich hierbei allesamt um wichtige Radverbindungen mit teilweise sehr hohen Radverkehrs- und Unfallzahlen. Wir bedauern allerdings sehr, dass es für die Lindwurmstraße noch keine Lösung gibt.“

Grünen-Stadträtin Gudrun Lux: „Wir hätten die Lindwurmstraße gerne mit hoher Priorität umgesetzt, verstehen aber, dass es noch Beratungsbedarf gibt.“ Insbesondere würden sowohl das Mobilitätsreferat als auch der Stadtrat noch weitere Gespräche mit dem örtlichen Gewerbe führen. „Da geht es um Details, zum Beispiel zu Anlieferungen.“ Eine vorgezogene Markierung von Radwegen können sie sich aber gut vorstellen, um schnell für Verbesserungen zu sorgen.

Radwege in München: Grüne und SPD wollen noch offene Fragen klären - „Müssen auch gut gemacht sein“

SPD-Chefin Anne Hübner: „Ich kann den Unmut verstehen. Die Umsetzung der Radwege dauert zu lange.“ Ein geplanter Radweg sei schließlich noch kein gebauter. „Deshalb sollen kostengünstige und schnelle Umsetzungen kommen. Die müssen aber auch gut gemacht sein, um bei allen Verkehrsteilnehmern auf Akzeptanz zu stoßen.“

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