VonChristiane Mühlbauerschließen
In der Alten Madlschule geben sich die Künstler ab diesem Wochenende wieder die Klinke in die Hand. Zu den Höhepunkten wird wieder der Leonhardi-Abend zählen, der heuer sogar zweimal stattfindet.
Bad Tölz – Mit einem abwechslungsreichen Programm geht der Tölzer Kulturverein Lust in die Zeit bis Weihnachten. „Sepp Müller und Norbert Zandt von unserem Vorstandsteam haben wieder viel Herzblut in die Planung gelegt“, freut sich die Vorsitzende Jeannette Stahlberg. Wie immer finden alle Veranstaltungen im Kulturhaus Alte Madlschule statt. Dort wurden in den vergangenen Wochen übrigens in Eigenleistung Bühne, Vorhang und Boden renoviert.
Schaut man im Veranstaltungskalender aufs Detail, finden sich unverkennbar bayerische Schwerpunkte. So beteiligt sich der Verein am Jubiläumsprogramm „100 Jahre Freistaat, 200 Jahre bayerische Verfassung“ mit einem Kultur-Wochenende am 13. und 14. Oktober (wir berichteten). Am Samstag treten „Die drei Haxn“ auf, bestehend aus Michael Well (früher Biermösl Blosn) in Begleitung von Anni und Claudia. „Mehr Fleisch“ heißt ihr Programm. Am Sonntag dürfen sich die Besucher auf den Auftritt von Kofelgschroa freuen.
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Sehr gut angenommen wird laut Stahlberg seit vielen Jahren der Poetry-Slam, der für Samstag, 20. Oktober, im Kalender steht. Der Tölzer Verein arbeitet hier mit der Agentur „ReimRausch“ aus Erding zusammen. „Die suchen auch die Künstler sehr professionell aus“, sagt Stahlberg. Derzeit überlege man, ob man die beliebte Veranstaltung vielleicht auch mal in einem größeren Saal in Tölz anbieten könne.
„Was auf die Ohren“ gibt’s dann am Sonntag, 21. Oktober: Die Schauspieler Stefan Murr und Heinz-Josef Braun führen ihr neues Hörspiel „Das Bayerische Aschenputtel“ auf.
Die „Nacht der Blauen Wunder“ lockte im vergangenen Jahr auch Gäste in die Alte Madlschule, die den Veranstaltungsraum bislang nicht kannten. Deshalb beteiligt sich der Kulturverein wieder an dem Konzertreigen. Auf der Bühne am Samstag, 27. Oktober, steht „Slapjack“ und spielt Rockabilly-Musik aus den 1950er-Jahren.
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Als ein absoluter Renner im „Lust“-Programm hat sich in den vergangenen Jahren der Leonhardi-Abend entpuppt. Wegen der konstant großen Nachfrage wird dieser heuer zweimal angeboten, nämlich am Sonntag, 4., und Montag, 5. November. „Das Programm ist noch in Ausarbeitung“, sagt Stahlberg und sagt schmunzelnd: „Wir wollen uns da natürlich nicht in die Karten schauen lassen.“
Im weiteren Verlauf des Novembers wird in der Alten Madlschule Theater gespielt: Die „Komische Gesellschaft“ feiert am Samstag, 17. November, Premiere ihres neuen Stücks „Wir sind keine Barbaren“. Es ist eine Aufführung, „die die etablierten Normen in Frage stellt, gelebte Konventionen erschüttert und verdrängte Ängste aufleben lässt“, heißt es in der Vorankündigung.
Nach den Vorstellungen ist Weihnachtspause. Die „Lust“ nimmt erst am 5. Januar wieder den Betrieb auf, dann stellt Sepp Müller sein Soloprogramm „Oberbayer trifft auf...“ vor.
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Vormerken kann man sich auch schon mal einen Südtirol-Schwerpunkt im Februar: Dominik Plangger ist wieder zu Gast, außerdem Georg Kaser und Peter Schorn. Wichtig zu wissen: Der jetzt schon in den Flyern angekündigte Auftritt von „Opas Diandl“ am 16. Februar muss verschoben werden, als Ersatz kommt an diesem Tag „Titla“ nach Tölz – laut Programmplaner Zandt „die Mutter aller Bands der neuen Volksmusik aus Südtirol“.
Infos zu Karten
Karten für alle Veranstaltungen gibt es je vier Wochen vor dem Termin bei Schreibwaren Zauner, Telefon 0 80 41/7 81 40. Infos auf kulturverein-lust.de
