Provisorische Lösung

Heilbrunner Kindergarten: Ausschuss genehmigt Bauantrag für Container

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Auf dem ehemaligen „Post“-Grundstück werden die Container aufgestellt.
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Ab Herbst fehlen in Bad Heilbrunn rund 20 Kindergartenplätze. Auf der Suche nach einer Lösung des Problems geht es nun voran.

Bad Heilbrunn –  In der Sitzung am Mittwoch genehmigte der Bauausschuss einstimmig die Errichtung der provisorischen Containerlösung auf dem ehemaligen „Post“-Grundstück. In nicht öffentlicher Sitzung wurde zudem der Auftrag an die Firma vergeben, die die Module liefern wird. Öffentlich Thema dürfte das Ganze noch einmal in der nächsten Sitzung des Gemeinderats am 2. Juli sein. Dann dürfte auch zu erfahren sein, wie viel die Module nun kosten, ob es mit der Aufstellung rechtzeitig zum neuen Kindergartenjahr klappt oder ob es für einige Wochen eine Übergangsregelung braucht.

Die Abstimmung über den Bauantrag am Mittwochabend war kurz und schmerzlos. Der Containerbau in Flachbauweise mit den Maßen 24 mal 14,50 Meter entsteht auf dem derzeit brachliegenden Grundstück, auf dem früher das Posthotel stand und das seit einigen Jahren der Gemeinde gehört. „Das Vorhaben entspricht natürlich nicht den Vorgaben des geltenden Bebauungsplans“, sagte der Geschäftsleitende Beamte Andreas Mascher in der Sitzung. Da es sich aber um ein auf fünf Jahre befristetes Provisorium handle, habe das Landratsamt bereits signalisiert, dass man den nötigen Befreiungen zustimmen wird. Befreiungen muss auch die Gemeinde selbst genehmigen, weil Geländeaufschüttungen notwendig sind, die laut Ortgestaltungssatzung eigentlich unzulässig sind. „Es ist aber notwendig, damit die Container gerade stehen“, sagte Mascher.

Gestartet wird mit einer Gruppe

Die Module bieten Platz für zwei Gruppen – gestartet wird vom neuen Träger, der evangelischen Kirche, im Herbst aber erst einmal mit einer altersgemischten Gruppe. Pro 30 Kinder sei ein Stellplatz vorgeschrieben, sagte der Geschäftsführende Beamte. Im Bad Heilbrunner Fall wären also zwei nötig. „Das ist aber eigentlich ein Witz, wenn man sieht, wie viele Eltern ihre Kinder hinfahren“, sagte Mascher. Die Gemeinde plant daher vier Stellplätze auf dem Areal, weitere seien gegenüber dem Rathaus verfügbar.  va

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