VonChristiane Mühlbauerschließen
Mit Blaulicht ging‘s für die Bergwacht am Montagmorgen zum Blomberg: Dort war ein Waldarbeiter abgestürzt. Doch es blieb nicht der einzige Einsatz am Vormittag.
Bad Tölz – Die neue Woche begann für die Bergwacht gleich mit zwei Einsätzen am Blomberg. Um 9.40 Uhr ging der erste Notruf ein. Ein 29 Jahre alter Mann aus Südtirol war bei Arbeiten im Wald am oberen Ende der Rodelbahn (Bereich „Steinbruch“) zehn Meter in die Tiefe gestürzt und hatte sich dabei schwer verletzt.
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Der Einsatz war anspruchsvoll, „weil der Bereich verschneit, eisig und batzig war“, berichtet Paul Schenk von der Tölzer Bergwacht. „Wir mussten auch darauf achten, dass uns Helfern nichts passiert.“ Das neblige Wetter ließ die Hilfe eines Hubschraubers nicht zu. Der Schwerverletzte wurde in eine Trage gepackt und mit Hilfe eines Seilzugs zur Rodelbahn gebracht, von dort erfolgte der Transport ins Tölzer Krankenhaus.
Gerade, als der Südtiroler an der Rodelbahn versorgt worden war, passierte das zweite Unglück: Vor den Augen der Retter erlitt ein Mann einen schweren Herzinfarkt. Der 69-Jährige, der aus der Region stammt, war alleine auf dem Weg Richtung Gipfel. Er wurde vom Notarzt sofort versorgt und ebenfalls ins Krankenhaus gebracht.
Beiden Männern geht es den Umständen entsprechend gut, berichtet Schenk. Im Einsatz waren Bergwachtler aus Tölz und Lenggries. Nach knapp drei Stunden kehrten die Helfer wieder zurück ins Tal.
