Vollversammlung der Beschäftigten

Herzogsägmühler Werkstätten mit bestem Wirtschaftsjahr seit Bestehen

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Die geehrten Beschäftigten mit 20 und 25 Jahren Mitarbeit in den Herzogsägmühler Werkstätten.

Das beste wirtschaftliche Jahr seit Bestehen der Werkstätten hat Herzogsägmühles Werkstattleiter Daniel Löscher bei der Vollversammlung der Beschäftigten für 2018 verkündet. Neben dem Rechenschaftsbericht standen Ehrungen auf dem Programm.

Herzogsägmühle – „Auf ein sehr bewegtes, abwechslungsreiches und arbeitsreiches Jahr“ blickte Daniel Löscher zurück. So konnten eine hervorragende Belegung und Auslastung verbucht werden. Eine weitere Herausforderung für die Werkstätten war die Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes, das vor allem neue Formen der Zusammenarbeit mit dem Kostenträger erforderte. Zudem war eine Umfrage unter den Beschäftigten durchgeführt worden, die ergab, dass die Mitarbeitenden mit ihrem Arbeitsplatz rundum zufrieden sind. „Die Punkte zu Verbesserungsvorschlägen nehmen wir ernst“, versicherte Daniel Löscher.

Zur diesjährigen Auslastung meinte er, dass der Auftrag in der Automotive über eine befristete Zeit ging und planmäßig auslief. Es seien aber bereits Folgeaufträge vorhanden. „Wir haben konservativ und mit gutem Augenmaß für dieses Jahr geplant“, so Löscher.

Das Arbeitsergebnis im vergangenen Jahr betrug 1 670 955 Euro bei Einnahmen von 13 326 000 Euro und

Werkstattleiter Daniel Löscher.

Ausgaben von 11 655 000 Euro. Davon sind 70 Prozent als Arbeitsentgelt sowie 206 148 Euro als Einmalzahlung an die Beschäftigten ausbezahlt worden.

Aktuell sind 478 Werkstattbeschäftigte im Arbeitsbereich und 78 Maßnahmeteilnehmer im Berufsbildungsbereich beschäftigt. Weitere moderne Arbeitsplätze kündigte Löscher mit der Fertigstellung der Gemeinschaftsküche an. Das Wichtigste aber sei Spaß bei der Arbeit: „Ich freue mich, dass Sie mit ganzem Herzen bei der Arbeit sind“, so der Werkstattleiter.

Der Werkstattsrat-Vorsitzende Thomas Lettner blickte auf die Aktivitäten des vergangenen Jahres mit zehn Sitzungen, Fortbildungen, Ausflügen, sportlichen Wettkämpfen und gemeinsamen Festen zurück und erinnerte an das zehnmillionste Teil, das im vergangenen Jahr in der Automotive – wie immer ohne Fehler – abgeliefert worden sei.

Langjährige Mitarbeiter geehrt

Im Anschluss nahm Hans Schuh, pädagogischer Leiter der Werkstätten, mit Ruth Connolly, der kaufmännischen Leiterin, in gewohnt persönlicher Art und Weise die Ehrung langjähriger Mitarbeiter vor: „Wir müssen aufpassen, dass die Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes nicht zum Mittelpunkt unseres Denkens wird, sondern wir Achtsamkeit, Wertschätzung und Toleranz erhalten“, so Schuh.

Musikalisch umrahmt wurde die Feier durch Georg Eberle (Gitarre) und Florian Weber (Saxophon). Den kirchlichen Segen gab es von Pfarrerin Julia Steller, die sich die Jahreslosung „Suche Frieden und jage ihm nach“ (Ps. 34/15) zum Thema gewählt hatte. Dies sei ein Auftrag an alle Menschen. Man müsse aber nicht gleich beim Weltfrieden anfangen, sondern im Alltag. Zum Beispiel mit dem Frieden bei der Arbeit.

VON URSULA FRÖHLICH

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