Beide Dörfer erfolgreich

„Unser Dorf hat Zukunft“: Huglfing und Schönberg weiter

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Der Rundgang durchs Dorf gefiel nicht nur den Kommissionsmitgliedern, sondern auch allen teilnehmenden Gemeinderäten und Bürgern. Viele kamen, um der Jury „ihr“ Huglfing zu präsentieren.
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Huglfing und Schönberg bei Rottenbuch sind beim Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ angetreten. Beide Orte hofften, dass sie in ihrer Kategorie (Huglfing bis 3000 Einwohner und Schönberg bis 600 Einwohner) den Kreisentscheid gewinnen und in den Bezirksentscheid einziehen – mit Erfolg.

Huglfing – Der Huglfinger Bürgermeister Bernhard Kamhuber eröffnete gestern Vormittag den Rundgang durch den Ort: „Wir haben jetzt schon gewonnen“, sagte er. Damit meinte er nicht, dass schon ein Ergebnis feststeht, sondern, dass bis jetzt viel im Dorf gemacht worden sei. Fertig sei die Gemeinde aber noch nicht.

Eine siebenköpfige Kommission entschied, ob sich die Orte beim Kreisentscheid für den Bezirksentscheid qualifizieren. 

Zur Jury gehörten: Peter Erhard, Bürgermeister von Böbing, Marina Saur, Studentin und Jung-Jurorin, Leonhard Reßler, Vorsitzender des Kreisverbandes für Gartenkultur und Landespflege, Inge Dürrenberger vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Matthias Hett von der Unteren Naturschutzbehörde und Horst Nadler, Kreisbaumeister am Landratsamt Weilheim. 

Huglfing: Erster Halt war der Friedhof

Die Verantwortung für den Wettbewerb und die Leitung der Kommission übernahm Heike Grosser, Kreisfachberaterin für Gartenbau und Landschaftspflege. Sie selbst nahm an der Bewertung aber nicht teil.

Der erste Halt des Rundgangs in Huglfing war der neue Friedhof. Fertig sei das Gesamtbild noch nicht, sagte Bürgermeister Kamhuber. Der Asphaltplatz im Außenbereich werde noch umgestaltet – „wir wollen das alles begrünen“. Auf dem Friedhof wurden vor kurzem Bäume gepflanzt, und es wurde alles grün gehalten, es gibt zum Beispiel keine Kieswege. „Ein grüner Friedhof ist einfach schön“, schwärmte Jurymitglied Reßler.

Weiter ging es beim Rundgang zur großen Boden-Sonnenuhr, dieses Projekt hatte der Kunst- und Kulturverein Huglfing als treibende Kraft realisiert. Die Uhr „ist der Startpunkt des Stein-Erlebniswegs“, so Armin Hohendorf, Mitglied des Vereins. Auch wegen des Steinbruchs in Huglfing wollte man „Verbundenheit zu den Steinen zeigen“, sagte er weiter.

Auch die neuen Baugebiete wurden der Kommission vorgestellt. Die Besonderheit des Neubaugebiets: Wer hier baut, muss mindestens einen Obstbaum in seinen Garten pflanzen. Der sanierte Pfarrstadl und das neue Feuerwehrhaus begeisterten die Jury. Der Bahnhof in Huglfing ist seit Ende 2006 in Gemeindebesitz und wird derzeit wieder auf Vordermann gebracht, wie Kamhuber erklärte.

Fünfmal 20 Punkte sind zu vergeben

Fünf Kriterien, für die es jeweils maximal 20 Punkte gab, wurden bei der Wettbewerbsentscheidung beachtet. Beurteilt wurde zum Beispiel, wie die Infrastruktur des Dorfes verbessert wird. Beim Kriterium „soziale und

kulturelle Aktivitäten“ ging es darum, welche Vereine und Gruppen es im Ort gibt, wie sie unterstützt werden und was sie zum Dorfleben sowie zur Dorfentwicklung beitragen. Auch die bauliche Gestaltung und Entwicklung wurden ins Blickfeld gerückt: Dabei lag das Hauptaugenmerk auf der Erhaltung und Gestaltung von charakteristischen Elementen, wie von Fassaden.

Im Bereich „Grüngestaltung und -entwicklung“ wurden etwa Gestaltungsideen für den Friedhof und den Straßenraum beurteilt. Die Jury achtete auch darauf, wie sich der Ort in die Landschaft einpasst. Es ging zum Beispiel darum, ob sich Neubauten in die Landschaft und das Ortsbild gut einfügen.

And the winner is...

Huglfing und Schönberg haben sich beide für den Bezirksentscheid 2020 qualifiziert. Huglfing erreichte 89 von 100 möglichen Punkten. Schönberg ging mit 77 Punkten aus dem Wettbewerb.

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