Ein Angriff auf mehrere Wahlplakate einer Ickinger Bürgermeisterkandidatin schlug im Februar hohe Wellen. Nun meldet die Kripo Weilheim einen Ermittlungserfolg.
Icking - Mehrere Wahlplakate von Cornelia Zechmeister, Bürgermeisterkandidatin der Parteifreien Wählergemeinschaft (PWG), waren im Februar beschädigt worden. Sie fanden sich kopfüber an Maibäumen und mit schwarzen Kreuzen beschmiert. Nun meldet die Kripo Weilheim einen Ermittlungserfolg: Ein Tatverdächtiger wurde ermittelt.
„Das Fachkommissariat für Staatsschutzdelikte der Kripo Weilheim übernahm damals umgehend die Untersuchungen und konnte jetzt einen 62-jährigen Tatverdächtigen ermitteln“, heißt es in einer Pressemeldung. Der Mann aus dem Landkreis zeige sich mittlerweile auch geständig. Der Tatverdächtige muss sich nun wegen Bedrohung, Beleidigung sowie Sachbeschädigung verantworten.
Die Tat hatte sich in der Nacht auf den 21. Februar ereignet. Zahlreiche Plakate der Kandidatin wurden im Gemeindegebiet Icking entfernt und an mehreren Stellen in ihrem Wohnort Pullach wieder aufgestellt worden. Drei dieser entfernten Plakate wurden mit einem schwarzen Kreuz versehen und auf dem Kopf stehend an drei Maibäumen in Irschenhausen und Dorfen aufgehängt. Die Ermittlungen zur Klärung der Tat wurden durch das Fachkommissariat Staatsschutz der Kriminalpolizeiinspektion Weilheim unter der Sachleitung der Staatsanwaltschaft München II übernommen. „Im Rahmen der aufwändigen und intensiven Ermittlungen wurden eine Vielzahl von Vernehmungen durchgeführt, Überwachungsvideos ausgewertet sowie umfangreiche Spurensicherungsmaßnahmen vorgenommen“, berichtet Pressesprecher Alexander Huber.
Der Angriff auf die Wahlplakate hatte für Fassungslosigkeit in Icking gesorgt. Die gegnerischen Kandidatinnen beendeten aus Solidarität ihre Plakatwerbung teilweise. Die Kommunalwahl gewann Verena Reithmann, sie wurde jüngst vereidigt.
sw