Abschiedsstimmung in Icking: In der letzten Sitzung unter Bürgermeisterin Margit Menrad sagten die Gemeinderäte danke - und übergaben der Rathauschefin ein besonderes Geschenk.
Icking – Die Stunde des Abschieds schlug diese Woche im Ickinger Gemeinderat. Für Bürgermeisterin Margit Menrad und fünf Gemeinderäte war es die letzte Sitzung in Amt und Würden.
Ickinger Gemeinderat verabschiedet sich von Margit Menrad
„Du hast bei uns und den Ickinger Bürgern einen Stein im Brett“, sagte Claudia Roederstein (UBI) und meinte dies ganz wörtlich. Im Namen aller überreichte sie der scheidenden Rathauschefin Margit Menrad (UBI) auf einem Tischchen angerichtet eine Holzplanke und Isarkiesel. Jeder dieser Steine sollte für erfolgreiche Projekte und Errungenschaften in Menrads Amtszeit stehen.
Abschiedsgeschenk: Ein Isarkiesel für jede Errungenschaft
In Erinnerung riefen diese Entscheidungen Menrads Nachfolgerin im Amt, Verena Reithmann (UBI), sowie ihr Stellvertreter Dr. Peter Schweiger (PWG). Sie nannten die Kinderbetreuung, für die die Bürgermeisterin ganz besonderes Engagement gezeigt habe, und die Rathaussanierung „eine finanzielle Punktlandung“, so Reithmann.
Auch der Einsatz für die Senioren der Gemeinde wurde aufgezählt. Für die Umgestaltung der B11 überreichte Roederstein einen Stein mit Rostflecken: „Weil ich gar nicht sagen kann, wie lange wir daran schon planen.“ Herausfordernd war auch die Breitband-Initiative. An dieser Stelle zitierten die Redner ihre Bürgermeisterin: „Großes gelingt mit Geduld.“
Zuvor hatte sich Menrad an ihre Gemeinderatskollegen und vor allem die ausscheidenden Mitglieder gewandt. „Ich kann mein von Herzen kommendes Dankeschön nicht mit einem anerkennenden Händedruck ausdrücken“, bedauerte sie. Als Ersatz trug die Bürgermeisterin den Räten zu Ehren ihre Amtskette.
Icking: Auch scheidende Gemeinderäte verabschiedet
Verabschiedet wurden Elisabeth Höflich-Häberlein und Gabriel Baumüller (beide SPD/Grüne), Martin Schlickenrieder (PWG), Dr. Alfred Vogel (Ickinger Initiative) und Georg Frech (CSU). „Mit Ihnen gehen insgesamt 90 Jahre an kommunalpolitischem Sachverstand, Erfahrung sowie Orts- und Personenkenntnis verloren“, sagte Menrad.
Sie betonte, dass Kommunalpolitik nicht nur Politik im Kleinen sei, sondern großes Gewicht habe, und bedankte sich für Ehrenamt und Gemeinsinn. Zum Schluss hielten alle Gemeinderatsmitglieder für Menrad Schilder mit dem Wort „Danke“ in die Höhe.
Dankeschilder anstatt Händedruck
Als Geschenk wurde der Bürgermeisterin ein Foto des einheimischen Künstlers Volker Bellersheim mit dem Titel „Letzte Sonnenstrahlen“ übergeben. Es zeigt die Alpenkette, aufgenommen von der Anhöhe zwischen Walchstadt und Attenhausen. „Ich bin sprachlos“, dankte Menrad.
lm
