- VonWolfgang Schörnerschließen
Vor sieben Jahren wurde der Halbstundentakt zur Hauptpendlerzeit auf der Penzberger Bahnstrecke eingeführt: Doch Iffeldorf hat nichts davon. Das ändert sich jetzt - schrittweise.
Iffeldorf – Seit sieben Jahren ist für Iffeldorf der fehlende Halbstundentakt ein Ärgernis. Während es ihn an anderen Bahnhöfen auf der Kochelseestrecke gibt, rauschen am Iffeldorfer Bahnhof 14 Züge einfach durch. Zuletzt hatten sich die Hinweise verdichtet, dass Iffeldorf zumindest teilweise den Halbstundentakt erhält. Nun folgt die Bestätigung im neuen Winterfahrplan: Ab Mitte Dezember hat Iffeldorf vier zusätzliche Halte – einer mehr als zuletzt gedacht.
Halbstundentakt: „Iffeldorf ist kein Außenseiter mehr“
„Iffeldorf ist kein Außenseiter mehr“, sagte diese Woche Bürgermeister Hubert Kroiß (CSU) – auch wenn der Zug weiterhin zehn Mal an Iffeldorf ohne Stopp vorbeifahren wird. Andreas Ludewig (UWÖ), Bahnexperte im Gemeinderat, ist aber optimistisch. „Wenn es gut läuft, gibt es weitere Halte.“ So habe es die Bayerische Eisenbahngesellschaft formuliert. Das könnte im Juni 2020 der Fall sein. „Gut laufen“ bedeutet laut Ludewig, dass es keine Verspätungen gibt, die sich auf das gesamte Netz auswirken. Wegen dieser Befürchtung war Iffeldorf in der Vergangenheit vom Halbstundentakt ausgespart worden. Ludewig ist sich aber sicher, dass es keine Probleme gibt: Bei den zusätzlichen vier Halten handle es sich um die Züge, die in Penzberg Endstation haben und erst nach mehrminütiger Pause zurückfahren. Genug Luft wäre also vorhanden.
Halbstundentakt: Für Iffeldorf sind vier zusätzliche Halte „ein Meilenstein“
Den Halbstundentakt erhält Iffeldorf ab Mitte Dezember von 16 bis 20.30 Uhr in Fahrtrichtung Penzberg. „Eine riesige Verbesserung für Pendler“, so Ludewig. „Es sind die wichtigsten Halte, ein Meilenstein nach sieben Jahren.“ Vorerst beim Stundentakt bleibt es in der Gegenrichtung und vormittags in beiden Richtungen.
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Schon 2013 hatte Iffeldorf protestiert: „Stellt uns nicht aufs Abstellgleis“
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