38 Wohneinheiten sollen nach dem Willen der Stadt Bad Tölz auf der oberen Zwickerwiese entstehen. Davor muss aber der Untergrund untersucht werden.
Bad Tölz – Das neue Baugebiet in Verlängerung der Heißstraße ist nicht umstritten, wie eine gut besuchte Diskussionsveranstaltung auf Einladung der Rathausspitze im Juli gezeigt hatte.
Dabei waren auch Bedenken geäußert worden, welche Folgen Bergbau-Aktivitäten aus früherer Zeit für das Wohnbau-Projekt haben könnten. Unter der Wiese und am Hang in Richtung Waldfriedhof verlief der sogenannte Arnoldstollen, wo einst – nicht besonders energiereiche – Pechkohle gefördert wurde.
In der Stadtratssitzung wurde nun jüngst im nichtöffentlichen Teil über die „Vergabe der Erkundungsbohrungen mit Baugrundstabilisierung“ diskutiert. Auf Nachfrage hielt sich das Bauamt bedeckt. Für die Vergabe sei der Stadtrat nicht zuständig. Ergebnisse der Bohrungen würden in das Bebauungsplanverfahren einfließen.
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Bürgermeister Josef Janker berichtete auf Anfrage, dass er eine dringliche Anordnung unterschrieben habe, damit für rund 180 000 Euro Aufschlussbohrungen durchgeführt werden. Damit solle unter anderem ergründet werden, wie die Stollen und ihre Abzweiger verlaufen sowie ob und welche Art von Verfüllungsmaßnahmen nötig sind.
Laut den Plänen des Bergbauamts liegt der Stollen rund 26 Meter unterhalb der Oberfläche und damit innerhalb des Grenzbereichs, der Maßnahmen nötig macht. Solche Erkundungsbohrungen würde das Tölzer Stadtoberhaupt aber auch dann durchführen lassen, „wenn die Deckschicht 40 Meter beträgt“. Dann sei man nachträglich auf der sicheren Seite, um Vorwürfe auszuschließen, dass sich der Boden gesenkt hat.
Die Spezialfirma soll möglichst gleich im neuen Jahr loslegen. Das hängt laut Janker aber von der Witterung und dem Auftragsbestand der Firma ab. chs