VonAndreas Steppanschließen
Sie hat es wieder getan: Die Jachenauerin Johanna Warham hat im dritten Jahr in Folge ein neues Buch veröffentlicht, das Inspirationen für die Gastro-Branche bieten soll.
Jachenau – Ein besonderer Trumpf des soeben erschienenen Bandes „Gasträume 19/20“: Das Vorwort hat kein Geringerer als der italienische Star-Architekt und Designer Matteo Thun beigesteuert.
Vor allem aber lebt die hochwertige Publikation, die zum Preis von 98 Euro erhältlich ist, wieder von der breiten, inspirierend dargebotenen Palette an Gestaltungsideen und -trends für die Gastronomie. Eine davon stammt von bekannten Tölzer Wirten.
Zielgruppe des Buchs sind Gestalter, Innenarchitekten, Handwerker und Gastronomen
Johanna Warham, Inhaberin einer Marketing-Agentur und ehemalige Chefredakteurin einer Food-Fachzeitschrift, hatte schon 2017 im ersten „Gasträume“-Band innovativ designte Lokalitäten aus aller Welt präsentiert. Vergangenes Jahr folgte die Veröffentlichung „Eventräume“. Ganz offenbar kamen die reich bebilderten Bände bestens bei der Zielgruppe an – Gestalter, Innenarchitekten, Handwerker und Gastronomen, die sich hier Anregungen holen können. Der Deutsche Fachverlag (dfv) beauftragte die Jachenauerin mit einer Fortsetzung.
Die Autorin stellte dabei fest: „Es ist schon erstaunlich, wie viel sich innerhalb von zwei Jahren verändert.“ Im Trend seien mittlerweile Einrichtungen, „die nicht mehr so laut schreien, nicht mehr so bunt sind“, formuliert es Johanna Warham. Sehr en vogue seien Lokalitäten, bei denen die Innenräume praktisch nahtlos in die umgebende Landschaft übergehen. Die Grenzen verschwimmen, zum Beispiel dank großer Fensterfronten. Dazu passt eine Einrichtung aus naturverbundenen Materialien, mit vielen Pflanzen und dezenten, punktuell eingesetzten Farben.
Auch das Steghouse von Peter Frech und Steffi Hörmann wird erwähnt
Eine Sonderstellung in Johanna Warhams Buch nimmt das „Steghouse“ ein, das die Tölzer Stephanie Hörmann und Peter Frech vor einem Jahr in Gstadt am Chiemsee eröffneten. Die Inneneinrichtung „entstand hier nicht am Reißbrett“, schildert Johanna Warham. Vielmehr sei nach dem Prinzip von Versuch und Irrtum „mit viel Herzblut losgestaltet“ worden. „Peter Frech ist ein Sammler, viele Objekte standen bei ihm jahrelang irgendwo herum“ – seien es alte Obst- und Weinkisten, antike Nähmaschinen oder eine Standbohrmaschine aus der großväterlichen Werkstatt. In der ehemaligen Traditionsgaststätte am Chiemsee habe er „einen Ort gefunden, wo er sie sinnvoll zur Dekoration einsetzen kann“.
Und wie kam Johanna Warham zu ihrem prominenten Vorwort-Schreiber Matteo Thun? „Ich habe ihn einfach gefragt – nach dem Motto: Wer wagt, gewinnt“, sagt die Jachenauerin. Sie hatte im ersten Band von „Gasträume“ bereits ein Konzept des Architekten vorgestellt. „Das war der Türöffner.“ Seither hat Johanna Warham sogar eine echte Rarität zu Hause: eine handgezeichnete Dankeskarte von Matteo Thun. ast
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