Teilabbruch

Jahnschul-Areal: Abbruchkosten explodieren

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Der Teilabbruch auf dem Jahnschulgelände ist deutlich teurer geworden als erwartet. Und auch die verbleibenden Gebäudeteile müssen noch teuer ertüchtigt werden.

Wegen „Baukosten zum Fürchten“: Tölzer Finanzausschuss muss für das Jahnschul-Areal 250 000 Euro nachschießen.

Bad Tölz Eine halbe Millionen Euro sind im aktuellen Haushalt der Stadt Bad Tölz für den Teilabbruch der Jahnschule (Klassentrakt und Turnhalle) vorgesehen. Bislang wurde noch nicht einmal die Hälfte der vorgesehenen Gebäude beseitigt, doch schon das gesamte Geld verbraucht. Deshalb musste der Finanzauschuss des Stadtrates in seiner jüngsten Sitzung weiteren 250 000 Euro im Rahmen der Beratung über- und außerplanmäßiger Ausgaben zustimmen.

Trennung des Baumaterials extrem aufwendig

Da es sich um mehr als 200 000 Euro handelt, muss die Ausgabe auch noch vom Stadtrat in seiner Sitzung am kommenden Dienstag, 24. September, um 16 Uhr abgesegnet werden. Wie Kämmerer Hermann Forster sagte, seien „die Abbruchkosten eklatant teurer geworden“, da man das Material trennen und großteils im Farchet zwischenlagern müsse. Das gesamte Eisen müsse extra entsorgt werden, ebenso wie Holz oder elektrische Einbauten, Fenster und Türen.

Die jetzt noch stehenden Klassenräume bleiben vorerst für den Schulbetrieb erhalten, damit könne man auf Container verzichten. Allerdings müssen die Gebäudeteile außen wie innen für den weiteren Gebrauch ertüchtigt werden. Zudem sind Kosten für den Brandschutz und eine Kanalverlegung angefallen.

Sauer stieß Forster in dem Zusammenhang die Vorschrift auf, dass man neben einem zweiten Fluchtweg auch eine nächtliche Notbeleuchtung brauche: „Dabei werden die Klassenzimmer nachts nie genutzt.“ Zudem seien die „Baukosten derzeit zum Fürchten“, was eine Folge der boomenden Konjunktur in der Branche sei.

Gezeigt habe sich, dass die inzwischen beseitigten Gebäude „nie sanierbar“ gewesen wären, das sei auch bei der (noch stehenden) Turnhalle so. Die soll kommendes Jahr abgebrochen werden.

Am südlichen Teil des Jahnschulgeländes soll bekanntlich ein Kindergarten für vier Gruppen gebaut werden, außerdem sollen anstelle der Gymnastikhalle Probenräume für die Stadtkapelle entstehen. Auf eine Tiefgarage hat man, wie berichtet, aus Kostengründen und wegen des schwierigen Geländes im Bereich des Krottenbachs verzichtet. (kb)

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