Unter Wasser

Grundwasser drückt in Baugrube: Multi-Millionen-Schulbau geht im nächsten Jahr weiter

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Ein kleiner See: Die Baustelle an der Grund- und Mittelschule am Hammerschmiedweg in Wolfratshausen pausiert im Moment – das Grundwasser drückte in die Grube.
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Die Baugrube der Grund- und Mittelschule gleicht einem See. Bauamtsmitarbeiter Tom Wenig erklärt, wieso das kein Problem ist - und wie’s weitergeht

Wolfratshausen – Wenn man es nicht besser wüsste, könnte man meinen, die Arbeiten für das Lehrschwimmbecken hätten begonnen: In der Baugrube für die Erweiterung der Grund- und Mittelschule am Hammerschmiedweg hat sich ein Teich gebildet. Rathausmitarbeiter Thomas Wenig erklärt auf Nachfrage unserer Zeitung, dass Grundwasser in die Grube drücke. „Auf drei Seiten haben wir dichte Spundwände, nur auf der Seite des Schulgebäudes gibt es eine undichte Stelle.“

Dieser Spalt müsse mit einem sogenannten Düsenstrahlverfahren aufgefüllt werden. Dabei wird Beton quasi eingespritzt, der die Stelle abdichten soll. Das geschieht aber erst im kommenden Jahr. Zuvor ist Weihnachtsruhe auf der größten Baustelle der Loisachstadt. Dann werden andere Arbeiten auf dem Areal am Hammerschmiedweg vorgezogen.

Grundwasser drückt in Baugrube: Multi-Millionen-Projekt geht erst im nächsten Jahr weiter

Dass sich die Baugrube mit Grundwasser füllt, war einkalkuliert, wie Wenig erklärt. „Wir bewegen uns im Grundwasser-Schwankungsbereich“, sagt er. Ungefähr 14 Meter unter dem Straßenniveau sei es normal, dass es mal nass rein kommt. „Deshalb haben wir ja auch die Spundwände eingezogen.“

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Die Baustelle am Hammerschmiedweg schreitet immer weiter voran. Kürzlich hatte der Bauausschuss des Stadtrats weitere Arbeiten an Unternehmen vergeben: Es handelt sich um Zimmerer-, Gerüstbauarbeiten und die Technischen Außenanlagen. Die Maßnahme wird die Stadt Wolfratshausen noch lange beschäftigen: Die Fertigstellung des gesamten Komplexes ist für September 2028 geplant.

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