Grund- und Mittelschule am Hammerschmiedweg

„Bekommen Schule, die alles hat, was wir uns wünschen“: Spatenstich für 55-Millionen-Projekt

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„Heute ist ein besonderer Tag“: Frank Schwesig, Rektor der Grund- und Mittelschule am Hammerschmiedweg in Wolfratshausen, erklärte den Klassensprechern, warum sich so viel Prominenz auf dem Pausenhof eingefunden hatte.
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Die Generalsanierung und Erweiterung der Grund- und Mittelschule am Hammerschmiedweg in Wolfratshausen hat offiziell begonnen. Rund 55 Millionen Euro investiert die Stadt in den nächsten Jahren in den Standort.

Wolfratshausen – „Es ist ein besonderer Moment, heute fällt der Startschuss“, stellte der Schulreferent des Stadtrats, Fritz Meixner, sichtlich erfreut fest. Den ersten Schritt auf dem Weg zur Generalsanierung und Erweiterung der Grund- und Mittelschule am Hammerschmiedweg tat der Stadtrat 2016. Am Freitagvormittag, rund sieben Jahre später, erfolgte der erste Spatenstich. Stand heute investiert die Kommune laut Bürgermeister Klaus Heilinglechner in den kommenden Jahren „annähernd 55 Millionen Euro“ in das Großprojekt. Rund 20 Millionen Euro Zuschuss erwartet die Stadt von der Regierung von Oberbayern.

„Bekommen Schule, die alles hat, was wir uns wünschen“: Spatenstich für 55-Millionen-Euro-Projekt

Heilinglechner ließ den komplexen Planungsprozess am Freitag Revue passieren. Er sprach von einer „großen Herausforderung“ für alle Beteiligten. Ausdrücklich dankte der Rathauschef Schulreferent Meixner, der sich „intensiv“ in die Materie eingearbeitet und die Planungen kontinuierlich begleitet habe.

Schulreferent Meixner: Beginn einer „Mittelschul-Offensive“

Das Projekt habe Stadtrat, die Planer des Fachbüros karlundp, die Stadtverwaltung und die Schulfamilie „sehr viel Kraft und Nerven gekostet“, bilanzierte Meixner. Durch das Mammutvorhaben „stärken wir den Schulstandort Wolfratshausen“, am Hammerschmiedweg werde „eine neue Lern- und Lebenswelt“ entstehen. Mit Blick auf den Beschluss des Stadtrats, in der Innenstadt einen zentralen Mittelschul-Standort zu schaffen, sagte Meixner: „Wir haben eine schwere Bildungs- und Erziehungskrise.“ Heraufbeschworen unter anderem durch Personalnot in den Kindergärten und -tagesstätten, Lehrermangel und den „dramatischen Anstieg“ der Zahl der Kinder und Jugendlichen, die besondere Förderung bedürfen. Dieser Freitag markiere in der Flößerstadt den Beginn einer „Mittelschul-Offensive“. Er hoffe, so Meixner, „dass die Politik endlich aufwacht“ – nicht zuletzt aufgrund des nach wie vor eklatanten Fachkräftemangels.

Los geht’s: Die Spaten schwangen (v. li.) Franz Hofner, Leiter des Rathaus-Referats Bauen und Liegenschaften, Thomas Wenig vom Rathaus-Referat Bauen und Umwelt, Schulreferent Fritz Meixner, Bürgermeister Klaus Heilinglechner, Architektin Katrin Kratzenberg (Büro karlundp) sowie Schulleiter Frank Schwesig.

Nach Fertigstellung aller Arbeiten – unter anderem entstehen zusätzliche Klassenräume, eine Mensa für die Mittagsbetreuung und ein Lehrschwimmbad – stehe in Wolfratshausen „eine Bildungsstärkungsanlage“, ein „Bildungscampus im Herzen der Stadt“, sagte der Schulreferent. Immerhin finden sich auf dem Areal Schule, Kindergarten, Sporthalle plus Sportplatz sowie das Jugendhaus La Vida. Wichtig sei ihm stets gewesen, dass die Schule „fachgerecht“ gebaut werde. Das sei in seinen Augen garantiert, weil jedes noch so kleine Detail der Planung mit den Nutzern des künftigen „Lernerlebnisorts“ am Hammerschmiedweg abgestimmt worden sei.

Wir bekommen eine Schule, die alles hat, was wir uns wünschen.

Rektor Frank Schwesig

„Wir haben alles immer wieder hinterfragt und diskutiert“, bestätigte Architektin Katrin Kratzenberg vom Planungsbüro karlundp. Sie bezeichnete das Projekt als „zukunftsweisend“.

Und Schulleiter Frank Schwesig? Er dankte dem Schulreferenten, dem Bürgermeister, dem Stadtrat, der Stadtverwaltung und den Architekten, dass er stets um seine Meinung gebeten worden sei. „Es ist nicht normal, dass ein Schulleiter seine Schule mitplanen darf.“ Er versprach den Klassensprechern, die den Spatenstich live mitverfolgen durften: „Wir bekommen eine Schule, die alles hat, was wir uns wünschen.“ Architektin Kratzenberg machte kein Hehl aus der Tatsache, dass auf Lehrer und Schüler noch eine „große Herausforderung“ warte. Nach den Sommerferien „wird Unterricht neben einer Baustelle erfolgen“. (cce)

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