Jahres-Pressegespräch

Raiffeisenbanken: Die Bilanz stimmt

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Verankert in der Region: Die Raiffeisenbanken in der Region stellten beim Jahresgespräch ihre Bilanz vor. Auf dem Foto zu sehen sind (v. li.) Stefan Bosch (Vors. Raiffeisenbank Isar-Loisachtal), Manfred Klaar (Vorst. Raiffeisenbank im Oberland), Christian Glasauer (stv. Vors. Kreisverband), Manfred Gasteiger (Vorsitzender Kreisverband), Uwe Massong (stv. Vors. Kreisverband), Mario Bäsler (Vors. Raiffeisenbank Beuerberg), Wilfried Gerling (Vors. Münchner Bank) und Hansjörg Hegele (Vors. Raiffeisenbank im Oberland).
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Gut aufgestellt für die Zukunft sehen sich die Raiffeisenbanken im Landkreis. Das machte Manfred Gasteiger, Vorsitzender des Kreisverbands, bei einer Pressekonferenz am Mittwoch deutlich.

Bad Tölz-Wolfratshausen – „In einer unruhiger werdenden Welt sehnen sich die Menschen in der Region nach Verlässlichkeit und Beständigkeit“, sagte er. Genossenschaften an sich würden ein hohes Vertrauen genießen. Dass die Marktanteile der Raiffeisenbanken ausgebaut werden konnten zeige dies. Die Bilanzsumme habe sich um 6,4 Prozent auf 2,1 Milliarden Euro erhöht, beim Kreditgeschäft lag das Wachstum bei 8,65 Prozent auf 1,6 Milliarden Euro. Zudem seien die Einlagen angewachsen um 8,2 Prozent auf 1,58 Milliarden Euro.

Bei den Genossenschaften zähle „das Wohl aller, nicht der Profit weniger“, betonte Gasteiger. „Bei uns muss man keine Angst haben, dass Kredite morgen verkauft werden und die Mitglieder und Kunden morgen nicht mehr wissen, wer nun ihr Vertragspartner ist.“ 28 500 Mitglieder sowie 78 000 Bank-Kunden würden den Raiffeisenbanken in der Region ihr Vertrauen schenken. Die feste Verwurzelung im ländlichen Raum, die Nähe vor Ort sei ein großer Vorteil der Raiffeisenbanken.

Aber es gebe natürlich auch die Möglichkeit, seine Bankgeschäfte online zu erledigen. „Wir müssen den Vergleich mit den Direktbanken nicht scheuen“, sagte stellvertretender Vorsitzender Uwe Massong. „Die digitalen Lösungen haben wir. Wir sind gerüstet.“

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Wenngleich derzeit 26 junge Menschen ihre Ausbildung bei den Raiffeisenbanken in der Region machen: Der Fachkräftemangel macht sich auch bei ihnen bemerkbar. „Früher gab es 100 Bewerber um eine Ausbildungsstelle als Bankkaufmann, heute sind es vielleicht zehn“, sagte Massong. Erstmals habe man im vergangenen Jahr eine junge Frau mit Mittelschulabschluss eingestellt – bisher sei die Voraussetzung mindestens Mittlere Reife gewesen. „Aber die Bewerberin hat uns persönlich überzeugt“, sagte Gasteiger.

Teilweise konnten nicht alle Ausbildungsplätze vergeben werden. „Dabei ist Bankkaufmann ein sicherer Job“, warb Gasteiger. Gerade auch, weil die Bankenbranche im Wandel sei. Auch sei der Beruf sehr modern geworden, ergänzte Massong.

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Diese Mischung – sich der Regionalität weiterhin zu verpflichten, aber auch die Digitalisierung nicht außer Acht zu lassen – seien die Anforderungen an die Zukunftsfähigkeit der Banken, sagte Gasteiger. Angesichts des Wandels sei es wichtig, dass die Raiffeisenbank die Besonderheiten der Region kennen und ihre Kunden intensiv begleiten. Er forderte von der Politik, „kleinere Banken mit risikoarmen Geschäftsmodellen von bürokratischen Lasten zu befreien“. Trotz aller Widrigkeiten sehe er aber optimistisch auf die Zukunft, so Gasteiger.

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