VonBastian Huberschließen
Die B318 wird vierspurig ausgebaut - rund 12 Millionen Euro soll das Mammut-Projekt kosten. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann hat nun den symbolischen Spatenstich vorgenommen.
Holzkirchen – Bayerns Innenminister Joachim Herrmann stößt seinen Spaten in den extra aufgeschütteten Kies. Bundestagsabgeordneter Alexander Radwan, Ministerialdirigent Gerhard Rühmkorf im Bundesverkehrsministerium, Holzkirchens Zweite Bürgermeisterin Elisabeth Dasch und der stellvertretende Landrat Klaus Thurnhuber tun es ihm gleich. Auf Herrmanns Kommando schaufeln die Beteiligten den Kies in die Luft – die Fotografen knipsen fleißig. Vier Mal wiederholen sie die Prozedur, dann hat Herrmann genug. „Für einen Freitagvormittag reicht das eigentlich.“ Der Spatenstich für den Ausbau der B 318 zwischen Holzkirchen und der A 8 ist getan.
Wie berichtet, wird die Bundesstraße vierspurig ausgebaut – zunächst zwischen der A 8 und der Einmündung in die MB 9. Zudem wird die MB 14 um 300 Meter in Richtung Süden verlegt, anstelle der Kreuzung wird der Anschluss künftig über eine Brücke erfolgen. Die Erweiterung der Fahrbahn auf vier Spuren ist für 2018 geplant. Beginnen wird das Straßenbauamt mit dem Brückenbau – erste Erdarbeiten sind bereits erfolgt. Knapp zwölf Millionen verschlingt das Projekt, der Landkreis beteiligt sich mit rund 1,5 Millionen.
Warum der Ausbau unbedingt notwendig ist, das erklärte Thurnhuber in seinem Grußwort. Mit rund 26 000 Fahrzeugen pro Tag sei dieser der am stärksten befahrene Straßenabschnitt im Landkreis. „Wir schaffen Abhilfe. Föching und die A 8-Anschlussstelle werden entlastet und die Anbindung des Gewerbegebiets Nord wird optimiert.“ Letztere erfolgt bislang über die MB 14 und die unfallträchtige Kreuzung.
Ganz unumstritten ist das Mammut-Bauprojekt natürlich nicht, das weiß auch der Innenminister. „Das ist nicht ganz einfach. In dieser wunderschönen Gegend gibt es natürlich Bedenken“, sagte er mit Blick auf einige Vertreter der Grünen, die mit einem Protest-Banner vor Ort waren. Wie berichtet, kritisiert der Kreisverband die Dimension des Bauvorhabens und die damit einhergehende Flächenversiegelung. Herrmann sieht das anders: „Wir betonieren nicht die Landschaft zu, sondern bauen mit Bedacht.“
Holzkirchens Vize-Bürgermeisterin Dasch freute sich vor allem über den künftigen Anschluss des Gewerbegebiets. Selbiges habe zwar bislang sehr guten Zuspruch erfahren, sei aber nur unzureichend an die B 318 angeschlossen. „Heute ist der Tag, an dem wir eine gute Anbindung finden“, sagte Dasch.
Zwar stellte Herrmann in seinem Grußwort heraus, dass die Straße auch in den kommenden 40 Jahren wohl der Verkehrsträger Nummer eins sein werde. Dennoch nutzte Thurnhuber die Gelegenheit, den Innenminister um Unterstützung in Sachen Schienenverkehr zu bitten: „Wir haben den 30-Minuten-Takt nicht nur im Hinterkopf. Der ist inzwischen nach vorne gerückt.“
