VonMagdalena Höcherlschließen
In Geretsried fehlen Betreuungsplätze für Kinder. Das bringt Eltern in eine missliche Lage. Wir haben mit einer betroffenen Mutter gesprochen.
Geretsried - Wegen der fehlenden Kinderbetreuungsplätze sind besonders die Eltern in einer schwierigen Situation. Beatrice Brösel ist eine betroffene Mutter. Ihr sechsjähriger Sohn wird im September eingeschult. Beatrice Brösel und ihr Mann sind voll berufstätig. Obwohl die 42-Jährige seit einem Jahr auf der Suche ist, hat sie bis heute keinen Hortplatz für die Mittagsbetreuung gefunden. Sie fühlt sich im Stich gelassen und wünscht sich eine gerechtere Verteilung der Plätze.„Unser älterer Sohn geht in den Caritas-Hort. Weil es dort aber keine Plätze mehr gibt, wurde der jüngere, obwohl er ein Geschwisterkind ist, abgelehnt“, berichtet die 42-Jährige im Gespräch mit unserer Zeitung.
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Bereits vergangenen Juni habe sie Kontakt mit dem Hort der Caritas aufgenommen und vormerken lassen, dass sie im nächsten Jahr einen zweiten Platz braucht. Im Herbst habe sie ihren Bub dann über das Online-Portal „Little Birds“ für ihre Wunschbetreuung angemeldet. „Dort hieß es, dass sich die Einrichtung mit mir in Verbindung setzt. Aber das ist bis heute nicht passiert“, sagt Brösel. Deshalb habe sie sich erneut beim Caritas-Hort gemeldet. „Da hieß es, dass es nicht genügend Plätze gebe.“ Nach Meinung der 42-Jährigen läuft die Platzvergabe in den Geretsrieder Einrichtungen ungerecht. Kinder, die bereits in den betreffenden Kindertagesstätten waren, haben es laut Brösel leichter, beim Übertritt in die Schule ihren Betreuungsplatz zu behalten. „Dabei müsste in jedem Fall genau geprüft werden, welche Eltern voll berufstätig sind und welche nur in Teilzeit oder gar nicht arbeiten“, findet die berufstätige Mutter. mh
