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Die Botschaft ist deutlich: Miesbach muss Schulden abbauen. Damit das funktioniert, muss der gesamte Stadtrat diesen Weg annehmen. Ein Kommentar von Merkur-Redakteur Dieter Dorby.
Die Erkenntnis ist nicht neu, dass die Stadt sparen muss, aber so deutlich war die Ansage seitens des Landratsamts selten. Die Botschaft ist klar: Miesbach muss runter von seinen Schulden. Und das wird schwierig, denn das Pflichtprogramm ist umfangreich und die Kosten sind gestiegen. Die finanziellen Möglichkeiten für Investitionen werden damit immer kleiner.
Es ist ja nicht so, dass in der Vergangenheit Geld verpulvert wurde. Im Gegenteil: Seit Jahren befinden sich Stadtrat und Verwaltung im Spannungsfeld zwischen jetzt oder später, Ausgabe oder Investitionsstau, bessere oder abgespeckte Variante – falls dies überhaupt möglich ist. Es ist ein stetes Ringen, das nun an die Grenze stößt mit der Folge: Die Stadt muss sich zügig finanziell konsolidieren. Das Tempo beim Investieren muss langsamer werden.
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So lieb und teuer das Bad auch sein mag: Es kann nicht die gesamte Finanzplanung dominieren. Der Stadtrat ist nun gefordert, gemeinsam an der Finanzkraft zu arbeiten: gezielt, konsequent und vor allem geschlossen. Je früher die Konsolidierung startet, desto eher kann wieder investiert werden. Auch ins Bad.
ddy
