VonDieter Dorbyschließen
Die Kreisstadt rutscht wieder in die Miesen. Miesbach muss heuer 1,5 Millionen Euro als Kredit aufnehmen. Damit stellt sich die Frage: trotzdem Projekte durchziehen oder auf die Investitionsbremse treten? Ein Kommentar.
Zu viel zum Sterben, zu wenig zum Leben – so lässt sich Miesbachs Finanzlage wohl am besten beschreiben. Seit Jahren befindet sich die Stadt im Spannungsfeld zwischen sparen oder investieren, aufschieben oder anpacken.
Der Stadt hat das finanzstarke 2018 gutgetan – einige Projekte wurden angeschoben, doch jetzt soll mittendrin gestoppt werden, weil das Geld fehlt. Aber ganz ehrlich: Aufschieben löst nicht das Problem. Das Geld wird immer fehlen, weil zu viel liegen geblieben ist.
Klar: Schulden machen ist eine Bürde für die Zukunft, aber irgendwann müssen Reparaturen gemacht werden. Je später, desto teurer werden sie. Daher ist es sinnvoll, jetzt die Zeit der Niedrigzinsen zu nutzen und bewusst zu investieren. Vielleicht hilft es aber, die mittelfristige Planung von Investitionen und Schuldenabbau im Stadtrat stärker konsequenter im Blick zu behalten.
ddy
Lesen Sie auch: Miesbach rutscht wieder in die Miesen
