VonManuel Eserschließen
Anton Hierhager will das Sportheim modernisieren - und wirft der FWG auch im Hinblick auf den SV Kranzberg eine „fatale Politik“ vor.
Kranzberg – Anton Hierhager hatte nicht zu viel versprochen. Beim Politischen Aschermittwoch, den die SPD Kranzberg am Mittwoch im Metzgerwirt veranstaltete, kündigte der Bürgermeister-Kandidat am Anfang seiner Rede zwei Paukenschläge an: Zum einen will er den Fischerwirt mit einem visionären Konzept neu beleben, zum anderen hat er auch auf dem Sportgelände des SV Kranzberg einiges vor. Bei großen Teilen der rund 120 Besucher sorgte das für Begeisterungsstürme.
Hierhager berichtete, dass der Sozialausschuss bereits 2017 eine Begehung des Sportgeländes durchgeführt habe. „Dabei wurden viele Möglichkeiten der Ertüchtigung diskutiert. Es wurden sogar Mittel in den Haushalt eingestellt. Nur passiert ist nichts.“ Das soll sich ändern.
Sportheim: Hierhager will weiteres Vollgeschoß errichten
Der SPD-Rat möchte das Sportheim entweder komplett renovieren oder neu bauen – mit einem weiteren Vollgeschoß, in dem sich ein zeitgemäßer Schießstand, ein Gymnastikraum sowie ein Raum mit Reha- und Fitnessgeräten unterbringen ließe. „Diese Einrichtungen könnten dem SVK, aber auch für Reha-Maßnahmen unserer Senioren dienen, zum Beispiel nach orthopädischen Operationen.“ Zugleich hätte der Verein eine angemessene Geschäftsstelle. „Das wäre ein großer Wurf.“
In seine Vision nahm Hierhager auch eine Idee des CSU-Ortsverbands auf. Die Christsozialen streben einen Ampersteg an, der das Flussufer vom Sportgelände aus zugänglich macht. „Wir müssen sehen, inwieweit wir hier dann Plansch-Möglichkeiten für Kinder schaffen können.“
Hierhager: Ampersteg könnte Teil eines Radwegs werden
Wie der SPD-Rat nach der Veranstaltung gegenüber dem FT mitteilte, könnte der Ampersteg Teil eines Radwegs werden, der von Gremertshausen aus über den Weiler Griesbach bis zum Kranzberger See führt. Bei zahlreichen Nachbarschaftsgesprächen, die Hierhager im Rahmen des Wahlkampfs geführt hat, sei nämlich immer wieder der Wunsch nach einem solchen Radweg an ihn herangetragen worden.
Für Hierhager wäre eine bauliche Aufwertung des Sportheims auch Ausdruck der Wertschätzung für das Ehrenamt. „Die beste Förderung ist nicht die jährliche Einladung zum Weihnachtsessen, die es in Kranzberg sowieso nicht gibt, sondern die Vereine bestmöglich zu unterstützen.“ Das bedeute, die Ausstattung zu verbessern, um die Ehrenamtlichen aus „Mangelverwaltung und Improvisation“ herauszuholen.
Hierhager wirft FWG „fatale Politik“ vor
Denn zu den „unbequemen Nachrichten“, so Hierhager, gehöre auch, dass der SVK binnen zehn Jahren rund 25 Prozent seiner Mitglieder verloren habe. Grund dafür sei die „fatale“ Politik des „moderaten Wachstums“, den die FWG und ihre Bürgermeister seit 24 Jahren in Kranzberg propagieren würden. Im Vergleich zu den Nachbargemeinden nehme die Bevölkerungsgruppe der 25- bis 49-Jährigen in Kranzberg viel stärker ab.
„Weil die Gemeinde zu wenig Bauland ausgewiesen hat, haben Familiengründer in Kranzberg kaum Möglichkeiten zur Existenzgründung“, erklärte Hierhager. Daher würden diese tragenden Säulen der Gemeinde abwandern. „Diese Entwicklung gefährdet die Existenz von Vereinen und der gesamten Gemeinde.“
Sämtliche Bürgermeister-Kandidaten, die im Landkreis Freising ihren Hut in den Ring geworfen haben, finden Sie im großen Überblicksartikel des Freisinger Tagblatt. Das FT hat auch die Kandidaten für die OB-Wahl auf einem Podium versammelt. Ein Video zur Veranstaltung finden Sie hier.
