VonManuel Eserschließen
Es ist ein XXL-Wahlversprechen: Kranzbergs Bürgermeister-Kandidat Anton Hierhager (SPD) möchte den Fischerwirt wieder zum pulsierenden Dorfmittelpunkt machen. Das plant er:
Kranzberg – In dem historischen Gebäude will Anton Hierhager nicht nur professionelle Homeoffice-Plätze für rund 20 Kranzberger Pendler und Teamarbeitsräume unterbringen, sondern auch, je nach Wünschen der Bürger, einen Treffpunkt für Jung und Alt gestalten, etwa mit Café, Eisdiele und Fitness-Räumen.
„Die Bürger dürfen gerne ihre Wünsche einbringen und dieses im Moment nicht vorhandene Dorfzentrum mitgestalten“, sagte Hierhager am Mittwochabend im Rahmen des Politischen Aschermittwochs der SPD Kranzberg. Vor rund 120 Besuchern im Metzgerwirt betonte er: „Das wäre eine Win-Win-Situation der besten Art – besonders natürlich für die Bürger.“
Mit den Eigentümern des Gebäudes in der Ortsmitte, in dem früher viele Hochzeiten, Faschingsbälle und andere Großveranstaltungen stattgefunden hatten, hat Hierhager bereits gesprochen. „Nach all den Jahren des Leerstands war man über meinen Vorschlag sehr froh. Man sieht hier eine ganz neue Möglichkeit, dieses wunderbare Gebäude wieder mit Leben zu erfüllen und einer Verwendung zuzuführen.“
Fischerwirt: Den Fachmann hat Hierhager schon zur Hand
Auch einen Fachmann, der das Know-how für die Umsetzung eines derartigen Projekts besitzt, hat Hierhager bereits zur Hand: Professor Helmut Krcmar vom Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik an der TU München. „Er hat auch exzellente Kontakte zu Industriepartnern.“ Für gewöhnlich übernimmt eine Betreiberorganisation die Vermietung der Räume an große Firmen.
„Der Bedarf ist vorhanden“, sagte Hierhager. Mehr als 1600 Auspendler würden in Kranzberg leben. „Die ganzen Pendelbewegungen verursachen ein enorm hohes Verkehrsaufkommen mit allen Folgen wie Lärm, Stau und CO2-Ausstoß.“ Das könne vermieden werden, weil dank fortschreitender Digitalisierung die Anwesenheit von Mitarbeitern im Büro nicht mehr zwingend erforderlich sei. „Aber Homeoffice zwischen der tobenden Kinderschar ist nur eine suboptimale Lösung.“
Begeisterung bei der politischen Konkurrenz
Coworking-Spaces, so Hierhager, würden hingegen professionelle Arbeitsplätze in Wohnortnähe bieten. „Dank solcher Lösungen verbringen Mitarbeiter weniger Zeit im Auto, haben mehr Freizeit für sich und die Familie und tun auch noch etwas für den Umweltschutz.“
Die Resonanz auf Hierhagers Idee war enorm. Selbst die politische Konkurrenz äußerte sich am Mittwochabend begeistert. „Dieses Projekt ist eine Sensation“, sagte KGL-Gemeinderat Sebastian Ströhl am Rande des Politischen Aschermittwochs, und auch CSU-Ortsvorsitzender Roland Haslbeck sagte: „Das wäre ein ganz großer Wurf.“
Hierhager will auch Sportheim umbauen
Die Wiederbelebung des Fischerwirts ist nicht die einzige Vision, die Hierhager realisieren will. Am Mittwochabend skizzierte er noch ein zweites großes Projekt: die Neugestaltung des Sportheims und die Realisierung eines Amperwegs, den auch die CSU Kranzberg auf der Agenda hat.
Alle Bürgermeister-Kandidaten im Landkreis Freising finden Sie im großen Überblicksartikel des Freisinger Tagblatt.
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