Mit 80,5 Prozent

„Verstehe das Votum als klaren Auftrag“: Susanne Hoyer regiert in Langenbach weitere sechs Jahre

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Never change an winning team: Mit dieser Torte bedankte sich nach der Auszählung die wiedergewählte Bürgermeisterin Susanne Hoyer in einer privaten Party bei allen Helfern.
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Die Sektkorken konnte Susanne Hoyer eigentlich schon nach der ersten Meldung knallen lassen. Mit 80,5 Prozent hat sich Langenbachs Bürgermeisterin klar gegen Konkurrent Thomas Holst durchgesetzt.

Langenbach – Die Sektkorken konnte Susanne Hoyer eigentlich schon nach der ersten Meldung knallen lassen. Als um 18.22 Uhr das Ergebnis aus dem Wahllokal, dem Wirtshaus Am Dorfbrunnen in Niederhummel, eintrudelte, führte die Amtsinhaberin bereits mit 83,1 Prozent, ihr Herausforderer Thomas Holst (CSU) brachte es auf 16,9 Prozent. Und nach den vier Urnen-Wahllokalen stieg der Vorsprung sogar zwischenzeitlich auf 84,2 Prozent an. Am Ende wurde Susanne Hoyer mit 80,5 Prozent im Amt bestätigt.

„Ich habe die Bürger immer mitgenommen“

Im Gegensatz zu 2014, als sie parteilos die Nachfolge von Josef Brückl angetreten hatte, fungierte die 50-Jährige diesmal als Spitzenkandidatin bei den Freien Wählern Langenbach. Und ihr Amtsvorgänger und dessen Frau Burgl waren auch die Ersten, die Susanne Hoyer per Telefon zum Wahlsieg gratulierten.

Ganz entspannt hatte Hoyer den gestrigen Wahltag angegangen, erklärte sie gegenüber dem Freisinger Tagblatt. Sie strahlte über das tolle Ergebnis bis über beide Ohren und bezeichnete es als großes Lob für ihre Arbeit. „Ich habe die Bürger bei allen Aufgaben immer mitgenommen, und der Ausgang der Wahl zeigt, dass sie mir weiterhin vertrauen.“ Und Hoyer versichert, dass sie auch ohne Gegenkandidaten den gleichen Wahlkampf geführt hätte. „Ich verstehe das Votum als ganz klaren Auftrag, meine Arbeit in diesem Stil weiterzuführen“, betonte die Langenbacher Rathauschefin, die dieses stolze Ergebnis liebend gerne öffentlich im Sitzungssaal verkündet hätte.

„Es ist immer schwer, gegen einen Amtsinhaber anzutreten“

Aber wegen der Infektionsgefahr rund um das Corona-Virus habe man Vernunft walten lassen und den Vorgaben von Ministerpräsident Markus Söder Folge geleistet, betonte Gemeindewahlleiter Bernhard Götz. Mit Barbara Huber (Wahlamt) Corinna Grottenthaler (Azubi) und Andreas Glück (IT) leistete er tolle Arbeit – auf der Homepage konnte man die Wahl live mitverfolgen.

Enttäuscht über das Votum zeigte sich Herausforderer Thomas Holst. „Wenn man kandidiert, will man natürlich gewinnen, aber es ist immer schwer, gegen einen Amtsinhaber anzutreten“, sagt er, räumt aber ein, dass er sich schon einen knapperen Ausgang vorgestellt habe. Entscheidend sei jetzt noch die künftige Zusammensetzung des Gemeinderats, danach könne man erst analysieren, was man falsch gemacht, und wieso man die Wähler nicht erreicht habe. „Doch das ist jetzt noch zu frisch.“

In Moosburg machen Michael Stanglmaier (Grüne) und Josef Dollinger (FW) die Stichwahl unter sich aus. Denn Georg Hadersdorfer profitierte nicht vom CSU-Bonus der Amtsinhaberin.

Alle Ereignisse und Ergebnisse der Kommunalwahl 2020 im Landkreis Freising gibt es in unserem Live-Ticker zum Nachlesen.

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