Scheer hätte sich mehr erhofft

Forster oder Krumbucher: Die Stichwahl bringt die Entscheidung in Rudelzhausen

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Gespannter Blick auf die Wahlergebnisse: Amtsinhaber Konrad Schickaneder umringt von den Kandidaten Wieland Scheer, Robert Forster und Michael Krumbucher.

Konrad Schickaneder verabschiedet sich nach 18 Jahren. Wer sein Nachfolger wird, steht erst in zwei Wochen fest. Michael Krumbucher und Robert Forster gehen in die Stichwahl.

Rudelzhausen – Nach 18 Jahren Amtszeit endet die Amtszeit von Konrad Schickaneder. Wer sein Nachfolger wird, wird die Stichwahl am 29. März entscheiden. Zur Wahl stehen dann Michael Krumbucher (FW) und Robert Forster (CSU). Wieland Scheer (BL) landete mit 15,38 Prozent abgeschlagen auf dem dritten Platz.

„Ich erkenne den Wählerwillen natürlich an“

Die Anspannung war den Kandidaten gestern Abend buchstäblich ins Gesicht geschrieben – wahrscheinlich auch, weil die Auszählung der Stimmzettel fast eineinhalb Stunden dauerte. „Es kommt wie’s kommt“, sagte Wieland Scheer. Letztendlich kam es so, dass Scheer mit 15,38 Prozent der Stimmen aus dem Rennen ausgeschieden ist. Er selbst hätte sich mehr erhofft. Dennoch betont er: „Ich erkenne den Wählerwillen natürlich an.“ Zwischen den anderen beiden Kandidaten, CSUler Robert Forster und Michael Krumbucher von den FW, kommt es zur Stichwahl.

Mit diesem tollen Ergebnis hat vor allem Krumbucher überhaupt nicht gerechnet. Er war „sehr überrascht“ über die Entscheidung der Bürger. An so ein Resultat hat er nicht gedacht, als er am Wahlsonntag noch entspannt auf seinem Bulldog Dünger gestreut hat.

Etwas anders sah das Forster: „Das war das Mindeste, was ich erreichen wollte.“

142 Stimmen trennen die beiden Kandidaten

Insgesamt trennten die beiden Bürgermeisterkandidaten 142 Stimmen. Während Forster 38,52 Prozent der Stimmen für sich gewinnen konnte, liegt Krumbucher mit dem kleinen Vorsprung und somit 46,10 Prozent vorne. Jetzt entscheidet also die Stichwahl am 29. März.

Von ihren ersten Vorhaben als potenzielle Bürgermeister haben sie aber schon sehr konkrete Vorstellungen. Robert Forster setzt zuallererst auf eine „gescheite Einarbeitung“, wie er es nennt. Anderenfalls könnten sich die großen Projekte sonst „ganz schön in die Länge ziehen“. Krumbucher hingegen habe sich vorgenommen, konstruktiv mit Bürgern zusammenzuarbeiten. Insgesamt lag die Wahlbeteiligung in der Gemeinde bei 68,53 Prozent. 

Aylin Yilmaz

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