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Die Geretsrieder Grünen haben ihre Kandidaten für die Kommunalwahl 2020 nominiert. Auf Listenplatz 1 steht Martina Raschke, die Bürgermeisterin werden will.
Geretsried – Das Durchschnittsalter der derzeit dreiköpfigen Grünen-Fraktion im Stadtrat liegt bei stattlichen 70 Jahren. In der kommenden Amtsperiode ist mit einer deutlichen Verjüngung zu rechnen. In der Aufstellungsversammlung am Donnerstagabend in den Ratsstuben landete mit Peter Curtius ein 22-jähriger Jungspund auf dem zweiten Listenplatz. Ebenfalls gute Chancen ausrechnen darf sich die 37-jährige Geltingerin Stephanie Kern auf dem fünften Platz.
An der Spitze der Stadtratsliste steht wie erwartet Martina Raschke, die in der Versammlung zudem als Bürgermeisterkandidatin nominiert wurde. Bei einer Gegenstimme und einer Enthaltung schrieben zehn Mitglieder den Namen der in Gelting wohnenden Beraterin auf den Wahlzettel. „Ich möchte die ökologische Stadtentwicklung vorantreiben und mich für den Klimaschutz einsetzen“, erklärte Raschke in ihrer kurzen Ansprache. Die ehrenamtliche Familienpatin begrüßte es, dass mittlerweile vier Personen – neben ihr Amtsinhaber Michael Müller (CSU), Wolfgang Werner (SPD) und Larry Terwey (FDP) für das höchste Amt in der Stadt kandidieren. „Es ist gut, wenn die Bürger eine Auswahl haben“, sagte sie.
Ohne Gegenkandidaten eroberte sich Peter Curtius den zweiten Listenplatz. „Ich bin der Überzeugung, dass wir mehr junge Leute in den Stadtrat bringen müssen“, unterstrich er. Der BWL-Student sammelte bereits im Geretsrieder Jugendrat erste kommunalpolitische Erfahrungen und engagierte sich in der Grünen Jugend.
Seit zwölf Jahren im Stadtrat sitzt die Listendritte Beate Paulerberg. Ebenso wie der direkt hinter ihr platzierte Stadtrat Prof. Dr. Detlev Ringer und der Listensiebte Volker Witte möchte sie sich weiterhin für „eine grüne Stadt“, einen Ausbau des Öffentlichen Personennahverkehrs und mehr Kinderbetreuungsplätze einsetzen.
Mittels einer Videobotschaft meldete sich Stephanie Kern zu Wort. Die 37-jährige Mutter von zwei Kindern möchte in Geretsried die „Rahmenbedingungen für ein nachhaltiges Leben“ schaffen. Als Gegnerin der Zentrumsumgestaltung am Karl-Lederer-Platz will sich Inge Cameron in den politischen Prozess einmischen. Auf dem neunten Listenplatz dürfte es für sie jedoch schwer werden, in den Stadtrat einzuziehen.
Da der Ortsverband nur zehn Frauen und zehn Männer aufstellte, werden die Listenplätze eins bis vier dreifach sowie die Listenplätze fünf und sechs doppelt gewertet. Wie berichtet darf jede politische Gruppierung aus Geretsried 30 Stadtratskandidaten nominieren.
Die Kandidaten der Grünen
1. Martina Raschke, 58, selbstständige Beraterin
2. Peter Curtius, 22, Student
3. Beate Paulerberg, 63, Zahntechnikerin
4. Prof. Dr. Detlev Ringer, 70, Hochschullehrer i. R.
5. Stephanie Kern, 37, Fotografin
6. Volker Witte, 77, Maler und Gestalter
7. Gabriele Riegel, 67, Verwaltungsangestellte
8. Florian Gschwendtner, 31, Bankkaufmann
9. Inge Cameron, 69, Industriefachwirtin i. R.
10. Karin Brox, Heilpraktikerin 11. Marilena Cassandra, selbstständige Kauffrau
12. Horst Haslach, 65, Ingenieur i. R.
13. Josefine Hopfes, 67, Angestellte i. R.
14. Thomas Martin, 54, Ingenieur
15. Petra Frost, 55, Projektmanagerin
16. Dr. Michael Kling, 59, Arzt
17. Lena Gneist, 34, Landschaftsgärtnerin
18. Jan Regnet, 55, Digitaldrucker
19. Barbara Gschwendtner, 30, PR-Beraterin
20. Klaus Weißbach, 45, Architekt
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