VonAndreas Seilerschließen
Paukenschlag bei Geiger Automotive: Der traditionsreiche Autozulieferer mit Hauptsitz in Murnau kündigt eine „Restrukturierung“ an - mit 50 Kündigungen an den deutschen Standorten.
Murnau – Dunkle Wolken ziehen über dem Wirtschaftsstandort Murnau auf: Der traditionsreiche Autozulieferer Geiger Automotive, der zum japanischen Sanoh-Konzern gehört und einer der größten Arbeitgeber in der Region ist, bekommt offenbar die abflauende Konjunktur zu spüren und kündigt in einer Pressemitteilung einen umfangreichen Arbeitsplatzabbau an. Wie viele Jobs insgesamt wegfallen, geht aus dem Schreiben nicht hervor. Fest steht: Im Zuge einer „Restrukturierung“ müssten auch 50 Kündigungen an den drei deutschen Standorten Murnau, Ziemetshausen und Tambach-Dietharz ausgesprochen werden. Die Rede ist zudem von einer vorzeitigen Ruhestandsregelung und Abfindungen. Befristete Arbeitsverhältnisse würden größtenteils nicht verlängert. Mit dem Gesamtbetriebsrat sei ein Sozialplan verhandelt worden, heißt es weiter.
Der Kunststoff-Spezialist, dessen Hauptsitz in Murnau im Ortsteil Neu-Egling liegt und der vor einigen Jahren laut über einen Wegzug aus dem Landkreis nachdachte, befindet sich nach eigenen Angaben „in einer zunehmend schwierigen wirtschaftlichen Situation“. Strukturelle Probleme sowie der kostenintensive Aufbau von internationalen Werken in den USA, Mexiko und China strapazierten seit Jahren das Ergebnis. „Die Verlangsamung der Wirtschaft in den letzten Monaten und der technologische Umbruch haben negative Auswirkungen auf die Automobilindustrie“, heißt es in der Meldung. Daher seien „umfangreiche Sanierungsmaßnahmen“ notwendig.
