Am 6. Mai

Konzertereignis lockt in die Hochlandhalle Weilheim

+
Konzentrierte Probe fürs Frühjahrskonzert: Das Kammerorchester Weilheim unter Leitung von Florian Appel.
  • schließen

Zwei ganz unterschiedliche Klangwelten begegnen sich am 6. Mai in den Frühjahrskonzerten des Weilheimer Kammerorchesters: Barockes von Bach und Piazzollas Tangomusik. Und es gibt nicht nur deren „Hits“ zu hören.

Weilheim – Es sind zwei Komponisten, „die man aufs erste wohl kaum miteinander in Verbindung bringt“, räumt Florian Appel, der künstlerische Leiter des Kammerorchesters Weilheim, ein. Deshalb lässt er den einen, Astor Piazzolla (1921-1992), im Programmheft einfach selbst zu Wort kommen. Geradezu entflammt äußerte sich der Argentinier über Johann Sebastian Bach (1685-1750), seinen Lieblingskomponisten. Als Piazzolla seine letzten zwei Lebensjahre infolge eines Schlaganfalls zumeist im Bett verbringen musste, setzte man ihm Kopfhörer auf und spielte ihm die Musik von Bach – bis in seinen Tod.

Bekannte Solisten treten mit dem Kammerorchester auf

Es passt also doch bestens zusammen, was das Kammerorchester bei seinem diesjährigen Frühjahrskonzert – von dem es am Samstag, 6. Mai, gleich zwei Aufführungen in der Hochlandhalle gibt – zusammenbringt. Unter dem Titel „Vergnügte Ruh, beliebte Seelenlust“ verspinnt das Programm weithin bekannte Stücke wie Piazzollas „Libertango“ und Bachs „Air“ mit seltener zu hörenden Werken. Im Zentrum steht Piazzollas „Konzert für Bandoneon, Gitarre und Streichorchester“; Solisten dabei sind Matthias von Hintzenstern am Bandoneon (einer Art Akkordeon) und der Gitarrist Peter Maklar.

Auch interessant: Lesen Sie hier, was sich infolge der Pandemie im Weilheimer Stadttheater verändert hat

Sowohl Bach als auch Piazzolla, erklärt Appel, hätten früher Erfundenes immer wieder verändert und dabei neue Instrumente integriert. Das habe dem Kammerorchester Mut gemacht, „auch unser Programm entsprechend unserer Besetzung und unseren Möglichkeiten einzurichten und zu bearbeiten“. So übertrage man in der Kantate „Vergnügte Ruh, beliebte Seelenlust“ den Holzblasinstrumenten, was Bach eigentlich für einen Solosänger schrieb. Und „Melodia en la menor“, von Piazzolla zunächst für Bandoneon solo komponiert, richtete man für eine Tutti-Besetzung ein. Vom Tango-Nuevo-Meister erklingen zudem „Loving“ und „Milonga del angel“, von Bach die Kantate „Aus tiefer Not schrei ich zu dir“ sowie „Erbarm dich mein, o Herre Gott“ (ursprünglich ein Orgelstück, hier für Bandoneon und Streicher).

Frühjahrskonzert des Kammerorchesters: Der Eintritt ist frei

Die beiden Solisten sind Meister ihres Fachs: Matthias von Hintzenstern konzertiert deutschlandweit als Bandoneonist mit seinem Ensemble „tangokonzert.de“. Gitarrist Peter Maklar ist vielfach preisgekrönt, unter anderem als Teil des international gefragten Duos Gruber & Maklar.

Die Frühjahrskonzerte

des Kammerorchesters beginnen am Samstag, 6. Mai, um 17 und um 19 Uhr in der großen Hochlandhalle Weilheim. Der Eintritt ist frei. Info auch unter kammerorchester-weilheim.de.

Kommentare