Kreisausschuss stimmt zu

Erweiterung der Realschule fällt eine Nummer größer aus

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Auf diesem Verbindungsgang entstehen die Klassenzimmer.
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Gute Aussichten für die Realschule Tegernseer Tal: Der Kreisausschuss hat sich erneut für die Erweiterung ausgesprochen. Sie fällt eine Nummer größer aus, als zunächst geplant.

Gmund -  Bereits im Juli hatte der Kreisausschuss grundsätzlich grünes Licht gegeben für die Überbauung des Verbindungswegs zwischen Schulgebäude und Turnhalle sowie für Kosten, die mit rund 1,1 Millionen Euro im Raum standen. 

Jetzt ist noch mehr möglich: Am Mittwochnachmittag lag im Kreisausschuss eine überarbeitete Planung auf dem Tisch, verbunden mit noch höheren Kosten. Die Mannheimer Firma Vinci Facility SKE GmbH, die die Realschule im Zuge einer öffentlich-privaten Partnerschaft (ÖPP) mit dem Landkreis geplant und gebaut hat, ist erneut mit der Planung beauftragt. 

Sie präsentierte die „Variante 2c“ als neuen Vorschlag: Demnach sollen fünf statt bisher vier jeweils 61,90 Quadratmeter große Klassenzimmer entstehen. Schule und Sporthalle wären damit direkt verbunden. Ein in der Sporthalle vorhandener Aufzug soll ins erste Obergeschoss verlängert werden und damit eine behindertengerechte Erschließung sichern. Eine außen liegende Fluchttreppe, nötig als zweiter Fluchtweg, kann damit entfallen. 

Nachteil der überarbeiteten Planung sind deutlich höhere Kosten: Die Firma Vinci geht von 2,7 Millionen Euro brutto aus. Die Planer richten ihren Blick noch weiter in die Zukunft: Sollte eine erneute Erweiterung nötig sein, dann könnte der jetzt geplante Riegel Richtung Norden verlängert werden. Die darunter liegenden Umkleideräume der Turnhalle würden quasi aufgestockt. 

Bei der Sitzung stimmte der Kreisausschuss den Plänen zu.

Realschul-Rektor Tobias Schreiner freut sich: „Dass sich die Politik schon im Juli entschieden hat, keine Container aufzustellen, sondern eine richtige Erweiterung zu planen, dafür sind wir richtig dankbar.“ Jetzt mit fünf zusätzliche Klassenzimmern zu planen, statt vier, sei eine gute Entscheidung. Zwar würden in der Praxis dann immer noch zwei Räume fehlen, „aber das werden wir hinkriegen“, so Schreiner.

Er gehe nicht davon aus, dass es in Zukunft erneut zu einem so großen Ansturm kommt, wie zuletzt: Vier Jahre nach der Inbetriebnahme drücken aktuell rund 660 Jugendliche in 26 Klassen hier die Schulbank. Für 480 Schüler in 18 Klassen war die Realschule konzipiert.

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 Ein Raum sei inzwischen dauerhaft zum Klassenzimmer umgebaut worden, so Schreiner. Der Schulleiter rechnet damit, dass im Frühjahr 2019 mit den Bauarbeiten begonnen wird. „Vielleicht schon in den Faschingsferien.“ Sollte es zu Weihnachten oder im Frühjahr 2020 zur Fertigstellung kommen, dann wäre das „total super“.

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sh/gr

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