Nach dem Mega-Event in der Bachmair-Weissach-Arena

Ludwig-Erhard-Gipfel: Das Resümee der Organisatorin

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Organisatorin Christiane Goetz-Weimer, hier mit CDU-Spitzenpolitiker Friedrich Merz (M.) und dem österreichischen Ex-Kanzler Wolfgang Schüssel.
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Zwei Tage, 700 Teilnehmer, 50 Redner. Wie der fünfte Ludwig-Erhard-Gipfel der Weimer Media Group am Tegernsee gelaufen ist, lesen Sie hier.

Kreuth Zwei Tage Ludwig-Erhard-Gipfel, zwei Tage Aufeinandertreffen von prominenten „Entscheidern“ aus Wirtschaft, Politik und Medien, zwei Tage Hoffen und Bangen, dass wirklich alles klappt, dass die Schneemassen im Tegernseer Tal, wo eigentlich der Katastrophenfall gilt, keinen Strich durch die Rechnung machen. Christiane Goetz-Weimer, die mit ihrem Mann Wolfram Weimer den Gipfel heuer zum fünften Mal organisierte und ihn erstmals in der Bachmair-Weissach-Arena von Hotelier Korbinian Kohler mit Expo-Ständen von 37 Unternehmen stattfinden ließ, ist immer noch ganz außer Atem. Aber sie ist glücklich: „Dieser unglaubliche Marathon hat ohne Blessuren geklappt“, freut sich Goetz-Weimer.

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700 hochkarätige Teilnehmer waren gekommen, darunter 50 Redner. Etwa 100, so die Organisatorin, hätten es nicht geschafft oder hätten sich von den Wetter-Bedingungen abschrecken lassen. „Wer es aber geschafft hat zu kommen, der lässt sich nicht so schnell umwerfen und ist gestählt für 2019“, glaubt die Verlegerin.

Ihr erstes Resümee fällt durchweg positiv aus: Der Gipfel habe die Medienlandschaft „gehörig gerockt“ und bundesweit für Schlagzeilen gesorgt. Die Dauer von zwei Tagen sei ideal gewesen, „um sich frei zu machen von gedanklichen Altlasten und den Blick auf neue Herausforderungen zu lenken.“ Vor allem aber, so Goetz-Weimer, um miteinander ins Gespräch zu kommen und nicht nur von der Bühne herab Informationen zu empfangen. Sie wisse bereits von unzähligen Geschäftskontakten, die geknüpft wurden. 

Zudem sei sie stolz, dass der Gipfel einen Kontrapunkt setze zur aktuellen „Zap-Kultur“, also dem Springen von einer Veranstaltung zur nächsten, bei der man sich lediglich zeige, um seine Duftnote zu hinterlassen, „das ist bei uns komplett anders.“ So sei etwa Friedrich Merz schon am Vortag seines Auftritts zum Gipfel gestoßen, und Ilse Aigner habe sich vier Stunden vor ihrer Rede unter die Zuhörer gemischt. Es habe funktioniert, „Signale des Aufbruchs bis nach Europa zu senden.“

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Das beste Beispiel, wie sich der Geist des Tegernseer Tals auf die Teilnehmer ausgewirkt habe, sei EU-Kommissions-Präsident Jean-Claude Juncker gewesen. „Er kam schlecht gelaunt hier an und ist regelrecht aufgetaut“, freut sich Christiane Goetz-Weimer. Über den von Suse Kohler gestalteten Freiheitspreis der Medien, habe er sich sehr gefreut. Der Gala-Abend mit 250 geladenen Gästen im Hotel Das Tegernsee sei dann ein Höhepunkt gewesen, der ihr heute noch Gänsehaut hervorrufe, gesteht die Organisatorin. Schon deshalb, weil Hotelier Sven Scheerbarth mit einem Geschenk überraschte: Er organisierte Mark Mast, den Intendanten der Bayerischen Philharmonie, Bläser stimmten die EU-Hymne an und alle Galagäste sangen mit Juncker gemeinsam „Halleluja“.

Nach dem Gipfel ist vor dem Gipfel: Heute werde sich das Team der Weimer Media Group zur Nachbesprechung treffen. „Wir haben nur positive Feedbacks“, sagt die Organisatorin. Die Anspannung ihres Teams, so gesteht sie, werde nach diesem Schneegipfel wohl nie mehr größer sein.

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gr

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