Zum Schutz für Anwohner

Künftig weniger Events am Viehmarktplatz: Moosburg stellt neue Regel auf

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Auf dem Moosburger Viehmarktplatz sollen künftig weniger Veranstaltungen stattfinden.
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Am Moosburger Viehmarktplatz findet immer mehr statt. Um Anwohner vor Lärm zu schützen und dennoch Raum für Feste zu erhalten, gibt es nun eine Event-Obergrenze.

Moosburg – Das Jahr 2019 ist noch nicht rum, die Liste der Events auf dem Moosburger Viehmarktplatz aber bereits lang: „drei Tage Streetfoodfestival während der MeMo, sechs Tage Frühlingsfest, drei Tage Schlemmerfest, drei Tage Jugendkartslalom und zehn Tage Herbstschau“ – so stand es jedenfalls in der Tischvorlage der Bauausschuss-Sitzung am Montag. Dass bei diesen 25 „lärmintensiven Veranstaltungen“ noch das dreitägige Bierfestival fehle, wie Grünen-Stadträtin Evelin Altenbeck monierte, war bei der abteilungsübergreifenden Vorbereitung der Liste im Rathaus offenbar übersehen worden.

Mit der Anzahl der Veranstaltungen hätten allerdings auch die Beschwerden von Anwohnern über Ruhestörung zugenommen – „berechtigterweise“, wie die Stadtverwaltung konstatierte. Der Platz werde immer häufiger von auswärtigen Veranstaltern gebucht. Um dem Erholungs- und Ruhebedürfnis der Nachbarschaft auf der einen Seite nachzukommen und auf der anderen Seite Traditionsfeste wie Herbstschau und Frühlingsfest zu bewahren, wollten die Verantwortlichen nun eine neue Regelung aufstellen. „Wichtig ist, dass die unseren örtlichen Vereinen entgegenkommt“, betonte Bürgermeisterin Anita Meinelt. Ihrer Aussage nach habe man Ereignisse von ortsfremden Organisatoren, die nicht im Interesse der Stadt waren, zähneknirschend genehmigt, „weil wir es wegen der Rechtslage mussten“.

Ausnahmen beschlossen

Im Gremium herrschte Einigkeit darüber, dass man „die auswärtigen Sachen nicht braucht“, wie Josef Dollinger (FW) es formulierte. Der Beschlussvorschlag sah dann vor, dass künftig nur noch die Volksfeste als wesentliches Kulturgut stattfinden – und zu diesen 16 Tagen zwei weitere lärmintensive Ereignistage „für Veranstalter mit Vereinssitz in Moosburg“ genehmigt werden. Ein dritter Tag solle erlaubt sein, sofern ein Event das ganze Wochenende dauere. 

„Wir sollten zumindest noch das Bierfestival ergänzen“, hakte Evelin Altenbeck ein. Die Publikumsmesse des örtlichen Getränkehändlers Appel blicke ebenfalls bereits auf eine kleine Tradition zurück und habe bei den Bürgern guten Anklang gefunden. „Wenn wir die Tage nur an Vereine vergeben, fällt das aber raus.“ Die Runde war einverstanden – und nahm außerdem noch die „MeMo inklusive Streetfoodfestival“ in die Liste der Ausnahmen mit auf. Sowohl MeMo als auch Bierfestival wurden auf einen zweijährigen Turnus festgelegt.

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