VonCarl-Christian Eickschließen
In den Kommunalwahlkampf startet der Königsdorfer Anton Demmel mit reichlich Rückenwind. Die Kreis-CSU kürte ihren Landratskandidaten mit 96,29 Prozent.
Königsdorf – Mit reichlich Rückenwind startet Anton Demmel in den Kommunalwahlkampf. In der Kreisvertreterversammlung der CSU votierten am Donnerstagabend im Gasthof zur Post in Königsdorf 104 von 108 Stimmberechtigten (96,29 Prozent) für den Königsdorfer Bürgermeister als Landratskandidaten. Damit entsprachen die Delegierten dem Wunsch des Kreisvorsitzenden Martin Bachhuber, „ein kräftiges Zeichen nach außen zu setzen“.
Demmel musste sich in Geduld üben. Erst nachdem der komplette Kreisvorstand gewählt worden war, trat der 47-Jährige um 22 Uhr ans Rednerpult. Der Diplom-Finanzwirt, dessen bevorzugte Hobbys das Fliegenfischen und die Jagd sind, ist kein Freund von Effekthascherei. Betont sachlich gab Demmel bei den Delegierten seine Bewerbung ab. Er verhehlte nicht, dass er erst seit 2015 Mitglied der CSU ist – Demmel hatte seinerzeit im Zuge des Trinkwasserstreits zwischen der Gemeinde Königsdorf und der Kreisbehörde in Bad Tölz den Freien Wählern den Rücken gekehrt.
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Er sei ein Teamplayer, erklärte der Anfang der 1990er-Jahre sehr erfolgreiche Amateur-Eishockeyspieler, der für Tölz und Geretsried aufs glatte Parkett ging. Vor allem verfüge er über die fachliche Qualifikation, die ein Landrat benötige. Er wolle gemeinsam mit Verwaltung und Politik Projekte „zur Entscheidungsreife bringen und dann auch Entscheidungen treffen“. Nur Arbeitskreise zu bilden, aber unterm Strich kein konkretes Ergebnis zu erzielen, sei wenig zukunftsweisend, so Demmels Hinweis an Amtsinhaber Josef Niedermaier (Freie Wähler). Übrigens: „Meine Frau hat Bienen, das ist auch gute Werbung in diesen Zeiten“, stellte der 47-Jährige mit einem Augenzwinkern fest. Und: Er lebe quasi in der Mitte des Landkreises – mit der Telefonvorwahl von Heilbrunn und der Postleitzahl von Königsdorf. Nadelstiche Nord gegen Süd beziehungsweise umgekehrt seien ihm fremd.
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„Ziel ist nicht meine Nominierung“, sagte Demmel, er wolle die Landratswahl gewinnen. Es würde ihm „furchtbar stinken“, wenn er am 15. März 2020, am Wahltag, nicht die Chance bekomme, zu zeigen, dass er es besser könne als der derzeitige Amtsinhaber. „Wir setzen auf Dich“, erklärte Landtagspräsidentin Ilse Aigner und versprach dem Landratskandidaten am Donnerstag im Namen der Kreis-CSU: „Wir stehen hinter Dir.“
cce
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