VonMelina Staarschließen
Erneute Rauchentwicklung rief mehrere Feuerwehrkräfte zum Grasberg in Vorderriß. Ein Lösch-Hubschrauber blieb erfolglos - da griff die Einsatzleitung zu einer drastischen Maßnahme.
Vorderriß – Einen erneuten Einsatz hatten die Feuerwehren am Mittwochnachmittag am unteren Grasberg in Vorderriß. An derselben Stelle wie bereits vor zwei Tagen kam es zu einer erneuten Rauchentwicklung, sagt Feuerwehr-Sprecher Stefan Kießkalt.
Wie berichtet hatte sich vermutlich wegen eines Blitzeinschlags auf einer Fläche von 10 bis 15 Quadratmetern ein Brand entwickelt. Nach elf Wasserabwürfen wurde der Brand am Montagabend für gelöscht erklärt. Man habe die Stelle aber stets weiter beobachtet, sagte Kießkalt am Mittwoch. „Weil es wieder stärker geraucht hat, sind wir wieder größer rausgefahren.“ Alarmiert wurden die Feuerwehren Fall, Vorderriß, Wallgau, die Flughelfer aus Kochel und Benediktbeuern und die Flugleitung aus Wolfratshausen. Die Bergwacht Bad Tölz stellte die Treibstofftanks für die Hubschrauber zur Verfügung.
Brand am Grasberg: Die Bilder




Zunächst wurde erneut versucht, mit einem Löschhubschrauber den Brand unter Kontrolle zu bringen. Dafür musste zeitweise die Mautstraße gesperrt werden, immer wenn der 800 Liter fassende Tank wieder aufgefüllt werden musste. Die Stelle, an der sich der Brand befand, sei sehr schwer zugänglich, sagte Kießkalt. „Es kokelte so im Erdreich dahin.“
Weil der Brand aber immer wieder aufflammte, beschloss die Einsatzleitung gegen 16 Uhr, dass vier Bergwachtler, die gleichzeitig Feuerwehrleute sind, mit einem weiteren Hubschrauber zur Brandstelle abgeseilt werden. „Sie hatten ihr eigenes Equipment dabei, um sich in diesem Gelände abzusichern“, sagte Kießkalt. Die Männer öffneten den Boden und löschten die Stelle mit so genannten Rucksackspritzen. Dann wurde noch einmal kontrolliert. Kießkalt: „Man steckt im Boden nicht drin, aber jetzt sollte es das gewesen sein.“
