Gemeinderat Benediktbeuern

Mariabrunnweg: Kritik an Geländeaufschüttung

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„Wir sind ein Fremdenverkehrsort. Grüne Flächen und Blumen im Dorf gehören da auch dazu“, sagte Gemeinderätin Veronika Bauer in der Diskussion. Das Bild zeigt eine andere Stelle im Dorf und den Blick aufs Kloster Benediktbeuern.
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Eine größere Geländeaufschüttung am Mariabrunnweg in Benediktbeuern zog nun eine Diskussion im Gemeinderat nach sich.

Benediktbeuern – Ein Landwirt hat dort am Lainbach eine beträchtliche Menge Humus ausgebracht, um das Gelände anzugleichen und besser bewirtschaften zu können. Das Landratsamt in Bad Tölz ordnete im November vergangenen Jahres die Einstellung der Bautätigkeit an, weil keine Genehmigung vorlag, berichtete Bürgermeister Toni Ortlieb in der jüngsten Sitzung. Nun lag der Antrag vor den Gemeinderäten.

„Ich finde, es ist keine Art, solche Aufschüttungen ohne Bauantrag zu machen“, sagte Veronika Bauer. Sie kritisierte das Vorhaben im Ganzen. Es sei nicht schön für das Ortsbild. „Es muss doch nicht alles eingeebnet werden, damit man fünf Mal im Jahr Mähen und Gülle ausbringen kann“, sagte Bauer. Noch dazu, wenn man bundesweit über hohe Nitratwerte im Grundwasser diskutiere. Mit zu hohen Nitratwerten habe man in Benediktbeuern „glücklicherweise kein Problem“, entgegnete Ortlieb.

„Das war auch schon vorher eine intensiv bewirtschaftete Fläche“, sagte Stefan Geiger zu Veronika Bauer. Clemens Hammerl fand die Aufschüttungen „nicht glücklich, aber man kann damit leben“. Der Landwirt habe maximal auf einer Höhe von 1,20 Metern etwas angeglichen. Auch Hanns-Frank sah kein Problem: „Das ist nicht landschaftsverändernd.“

Laut Bürgermeister hat es mit dem Landwirt schon Gespräche gegeben, auch über die Wasserleitung am Mariabrunnweg. Hier habe man sich auf eine Straßenverbreiterung und eine Grundabtretung einigen können. „Das sollte man aber von den Geländeaufschüttungen sauber trennen“, sagte Ortlieb. Auch er bezeichnete die Humusaufschüttungen als „nicht schön“.

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„Wir sind ein Fremdenverkehrsort. Grüne Flächen und Blumen im Dorf gehören da auch dazu“, sagte Veronika Bauer. „Über kurz oder lang wird da vom Bachbett nichts mehr zu sehen sein.“

Letztlich stimmten nur Bauer und Dorothea Bugl gegen den Antrag des Landwirts. Die übrigen Ratsmitglieder gaben nachträglich grünes Licht. 

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